Kalifornien Zehntausende flüchten vor schweren Waldbränden

Zehntausende Menschen sind in Kalifornien auf der Flucht vor Waldbränden. Die Brände breiteten sich laut Medienberichten explosionsartig aus.

AP

Schwere Waldbrände haben in Kalifornien Zehntausende Menschen in die Flucht getrieben und weit mehr als hundert Gebäude zerstört. Nach Angaben der Behörden brach das Feuer nahe der Ortschaft Ventura zwischen Santa Barbara und Los Angeles aus. In den betroffenen Bezirken waren nach einem Bericht der "Los Angeles Times" 260.000 Menschen ohne Strom.

Wie lokale Medien berichteten, breiteten sich die Brände explosionsartig aus und nahmen in kürzester Zeit eine Fläche von mehr als 120 Quadratkilometern ein. Die Behörden erwarteten, dass das Feuer in den Bergen zwischen Ventura und Santa Paula bis zu 200 Quadratkilometer Fläche umfassen würde. 27.000 Menschen seien auf der Flucht vor den Flammen. Mehr als 150 Gebäude wurden zerstört.

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Kalifornien: Zehntausende flüchten vor den Flammen

Hunderte Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen, die von starken Windböen immer neu angefacht werden. "Die Aussichten, den Brand einzudämmen, sind nicht gut", sagte Venturas Feuerwehrchef Mark Lorenzen der "Los Angeles Times": "Das wird von Mutter Natur entschieden."

Den Angaben zufolge starb ein Mensch bei einem Verkehrsunfall, der sich auf einer wegen des Feuers gesperrten Straße ereignete. Außerdem sei ein Feuerwehrmann verletzt worden.

2017 war für Kalifornien und andere westliche Staaten der USA wegen anhaltender Trockenheit ein besonders schlimmes Waldbrandjahr. Im Oktober nahm die Luftverschmutzung in Kalifornien, ausgelöst durch die Brände, fatale Ausmaße an: Atemschutzmasken waren zwischenzeitlich ausverkauft, Schulen mussten schließen.

mja/dpa



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