Kanada Flugpassagier stirbt durch Elektroschocker

Die Polizei in Nordamerika setzt vermehrt Elektroschocker, sogenannte Taser, als Waffe ein. In Kanada ist nun das 16. Todesopfer zu beklagten. Auf dem Flughafen von Vancouver starb ein Mann nach einem Taser-Einsatz.


Vancouver - Die Polizei hatte den nicht identifizierten Mann mit dem Elektroschocker zur Ruhe zwingen wollen, nachdem er an Fensterscheiben gehämmert und Stühle sowie seinen Gepäckwagen umgekippt hatte. Nach einem Bericht der kanadischen Zeitung "Globe and Mail" fiel der Mann nach zweimaliger Taser-Attacke in Ohnmacht und starb kurz danach in der Ankunftshalle des Flughafens.

Das Opfer, wahrscheinlich ein Osteuropäer mittleren Alters, ist der Zeitung zufolge das 16. Todesopfer in Kanada, nachdem die Polizei das umstrittene Schockgerät eingesetzt hatte. Alle Opfer seien zwischen 28 und 44 Jahren alt gewesen.

In Nordamerika insgesamt kamen seit 2003 knapp 300 Menschen durch das Gerät ums Leben, zitierte das Blatt den Anwalt Cameron Ward aus Vancouver. Er nahm den jüngsten Todesfall zum Anlass, ein Verbot der Elektroschocker zu fordern.

pad/dpa



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