Fund nach vielen Jahren Möhre fördert verlorenen Verlobungsring zutage

13 Jahre ist es her, dass Mary Grams ihren Verlobungsring bei Gartenarbeiten verlor. Nun ist das Schmuckstück auf äußerst kuriose Weise zurückgekehrt - und passt immer noch.

Möhre mit Verlobungsring
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Möhre mit Verlobungsring


Das Traurigste an der schönen Geschichte von Mary Grams: Ihr Mann erlebte deren wundersamen Ausgang nicht mehr mit, er starb vor fünf Jahren. Dabei geht es um jenen Ring, mit dem er einst um Grams Hand anhielt - und den seine Frau vor 13 Jahren bei Gartenarbeiten auf der heimischen Farm verlor.

Nun ist das Schmuckstück der 84-Jährigen wieder aufgetaucht, auf denkbar ungewöhnliche Weise. Grams Schwiegertochter fand den Ring nun in der Nähe von Armena in der kanadischen Provinz Alberta wieder, wie US-Medien berichten: Eine Karotte war augenscheinlich durch ihn hindurch gewachsen, sodass er schließlich wie ein zu stramm angelegter Gürtel mit dem kurios geformten Gemüsestück verbunden war.

Sie könne diesen Zufall kaum glauben, sagte Grams über den Fund. Ihrem Mann Norman habe sie nie erzählt, dass sie den Ring verloren habe, nur ihrem Sohn. "Ich bin erleichtert und glücklich", sagte sie nun. "Er wuchs in der Karotte, ich kapiere es noch immer nicht."

Mary Grams
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Mary Grams

Grams Schwiegertochter Colleen Daley hatte den Ring nach eigenen Angaben entdeckt, als sie mit ihrem Hund Billy für das Abendessen Möhren erntete. Sie habe ein besonders merkwürdig geformtes Exemplar an den Hund verfüttern wollen, da habe sie sich doch noch anders entschieden - gerade noch rechtzeitig: Erst beim Putzen des Gemüses bemerkte sie den Ring an der deformierten Karotte.

Sie habe dann Grams herbeigerufen, sagte Daley. "Sie konnte es nicht glauben", sagte sie über die Reaktion ihrer Schwiegermutter. "Es war einfach verrückt, dass die Möhre so perfekt durch den Ring gewachsen war."

Grams probierte daraufhin aus, ob der Ring noch über ihren Finger passte. "Wir haben gekichert und gelacht", sagte Grams. "Er passt. Nach so vielen Jahren passt er noch."

mxw/AP/Reuters



insgesamt 12 Beiträge
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shi 17.08.2017
1. Nicht so ungewöhnlich
jedenfalls hat SPON vor einiger Zeit von einem exakt gleichen Fall berichtet: Alte Frau (oder Mann) zieht lange verlorenen Ring an einer Möhre aus dem Boden.
Mach999 17.08.2017
2.
Ist das jetzt Zufall, dass diese Meldung ein knappes Jahr nach dieser hier kommt, während man sonst jahrzehntelang nie solche Geschichten liest? http://www.spiegel.de/panorama/nordrhein-westfalen-karotte-bringt-vermissten-ehering-zurueck-a-1119892.html Sieht für mich nicht nach Zufall aus, sondern nach einem Streich von jemandem, der diese Meldung im letzten Jahr gelesen hatte und auf eine nette Idee kam. Ich könnte mir zum Beispiel durchaus vorstellen, dass die Schwiegertochter ihrer Schwiegermutter eine Freude machen wollte, indem sie den verlorenen Ehering hat nachmachen lassen. Und statt ihn einfach nur so zu "finden" hat sie, angeregt durch die Nachricht aus good old Germany, den Ring über die wachsende Möhre gezogen, abgewartet, und sich noch eine schöne Geschichte mit Hund ausgedacht. Erfolgreich. Die alte Dame ist jetzt sehr glücklich, und das ist auch gut so. (Und diesen Beitrag wird sie hoffentlich nie lesen.)
mitai 17.08.2017
3. Habe ich auch im Gedächtnis.
2018 bin ich dran. Ich züchte auch Möhren. Meine Geschichte wird aber spannender. Versprochen.
frenchie3 17.08.2017
4. Und was mache ich?
Mein Gartenboden ist so steinig daß die Wühlmäuse die Gänge sprengen müssen. Da wächst nur Gemüse nach oben. Hach, eine Idee: ich find was in einer Tomate
kopp 17.08.2017
5. Erinnert irgenwie an Schillers Balade vom Ring des Polycrates, ...
... den der Koch im Magen des Fisches fand.
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