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Karambolage auf der A57 Brandstifter verursachen Massenunfall

Auf der A57 ist es zu einem schweren Unfall gekommen. Bei Dormagen fuhren 22 Fahrzeuge ineinander, ein Mensch kam ums Leben. Unbekannte hatten unter einer Autobahnbrücke Plastikrohre in Brand gesetzt. Die Autobahn - eine der wichtigsten Pendlerrouten in NRW - wurde gesperrt.

Dormagen - Rauch von brennenden Plastikrohren hat in der Nacht zum Dienstag auf der Autobahn 57 bei Dormagen in Nordrhein-Westfalen zu einer Massenkarambolage geführt. Dabei kam nach Polizeiangaben ein Mensch ums Leben. Sechs weitere wurden verletzt, zwei davon schwer.

Bei dem Unfall auf einer Brücke seien sieben Lastwagen und 15 Autos ineinandergekracht, sagte ein Polizeisprecher. Die Autobahn wurde voll gesperrt. Die Brücke ist nach Angaben von Sachverständigen einsturzgefährdet und muss eventuell abgerissen werden.

Unbekannte hätten unter der Autobahnbrücke in der Nähe des Rastplatzes Nievenheim mehrere Plastikrohre in Brand gesetzt, hieß es. Der aufsteigende Qualm habe die Sicht auf der A57 so stark behindert, dass Fahrzeuge auf beiden Seiten ineinanderfuhren.

Die Autobahn 57 ist eine der wichtigsten Pendlerrouten im Rheinland. Die 128 Kilometer lange Strecke führt von Köln bis zur niederländischen Grenze bei Goch am Niederrhein. Die Verbindung gehört zu den stauträchtigsten Autobahnen in Nordrhein-Westfalen. Am Vormittag sollten die Bergungsarbeiten beginnen. Diese seien allerdings von der Statik der Brücke abhängig, sagte ein Polizeisprecher. Das Bauwerk soll gestützt werden. Spezialfirmen sollen die Bergung der Fahrzeuge übernehmen.


Wie lange die Vollsperrung der A57 zwischen der Anschlussstelle Dormagen und dem Autobahnkreuz Neuss-Süd dauern wird, könne nicht gesagt werden, hieß es. Eventuell müsse die Brücke sogar abgerissen werden. Diese Entscheidung soll im Laufe des Tages in Absprache mit den Experten geschehen.

jbr/dpa

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