Offizielle Bekanntgabe Kardinal Woelki wird Erzbischof von Köln

Papst Franziskus hat den Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki offiziell zum neuen Erzbischof von Köln ernannt. Der 57 Jahre alte Rheinländer tritt die Nachfolge von Kardinal Meisner an, der aus Altersgründen zurückgetreten war.

Von Berlin nach Köln: Neu-Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki
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Von Berlin nach Köln: Neu-Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki


Köln - Der Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki wird neuer Erzbischof von Köln. Das haben das Erzbistum am Rhein und der Vatikan am Freitagmittag offiziell mitgeteilt. Bereits vor Tagen war die Personalie bekannt geworden. Nun bestätigte Papst Franziskus die Ernennung offiziell.

Damit kehrt der 57-jährige Woelki in seine Geburtsstadt zurück. Er tritt die Nachfolge von Erzbischof Joachim Meisner an. Meisner war Ende Februar aus Altergründen zurückgetreten. Seither hatte der ehemalige Generalvikar Stefan Heße die Geschäfte geführt. Im Herbst übernimmt Woelki das Zepter.

Meisner gilt als wichtiger Förderer von seinem Nachfolger. Er hatte Woelki 1990 zu seinem persönlichen Sekretär gemacht. 2003 wurde Woelki von Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof in Köln ernannt. Seit September 2011 ist er Erzbischof von Berlin, nur Monate später, im Februar 2012, wurde er zum Kardinal ernannt. Rund ein Jahr später wählte er in Rom den neuen Papst mit.

Das Erzbistum Köln ist mit mehr als zwei Millionen Katholiken nicht nur das mitgliederstärkste deutsche Bistum, sondern zählt zu den bedeutendsten in der katholischen Kirche überhaupt.

gam/dpa



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shiwe 11.07.2014
1.
Eine schlechte Wahl, da genau so erzkonservativ und rigide wie Meisner.
demophon 11.07.2014
2. Franziskus Worte widerlegt
Es wird berichtet, Papst Franziskus habe ausdrücklich den erzkonservativen Woelki als Erzbischof für Köln ausgewählt. Das widerlegt eindeutig dessen Bekundungen, sich liberaler gegenüber Wiederverheirateten und Homosexuellen zu zeigen. Franziskus lässt seinen Worten keine ensprechenden Taten folgen. Stattdessen haben bei ihm Teufelaustreiber wieder an Ansehen gewonnen.
river runner 11.07.2014
3. Die nächste kath. Bischofsernennung betrifft Hamburg
Zitat von shiweEine schlechte Wahl, da genau so erzkonservativ und rigide wie Meisner.
Es fragt sich, shiwe, ob es möglich ist, gegen die Entscheidungen des Papstes, einen erzkonservative und rigiden Bischof zu ernennen, politisch irgendetwas unternommen werden kann. Dazu hatte ich gesagt: Die Ministerpräsidentin von NRW, Frau Hannelore Kraft, hat eine Chance verpasst (http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=131385&p=16112344&viewfull=1#post16112344), denn sie hätte ihre Zustimmung zur Erennung Woelkis verweigern können. Politiker in Deutschland haben auch die Möglichkeit, über eine eventuelle Kündigung des über 80 Jahre alte Reichskonkordats (http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=131385&p=16116460&viewfull=1#post16116460l) nachzudenken. Nun, shiwe, die Bischofsernennung von Woelki in Köln ist mit Zustimmung der Ministerpräsidentin von NRW gelaufen. Die nächste katholische Bischofserennung in Deutschland durch den Papst steht bald in Hamburg an, wo der Bischof vor kurzem aus Altersgründen in den Ruhestand versetzt wurde. Falls Rom auch hier auf die Idee kommen sollte, einen besonders erzkonservativen Mann zum Erzbischof von Hamburg zu ernennen, ist der Erste Bürgermeister von Hamburg, Olaf Scholz, gefragt, wie er sich dazu verhalten möchte. Falls Olaf Scholz sich dazu entschließen sollte, einem besonders rückschrittlichen Bischofskandidaten von Rom die staatliche Unterschrift zu verweigern, hat der nach dem Reichskonkordat und nach den in Hamburg mit der katholischen Kirche geschlossenen Verträgen dazu eine Möglichkeit. Es ist seine Sache, ob er diese Möglichkeit nutzen möchte.
udo46 11.07.2014
4. Klaus Mertes SJ
Da werden Klaus Mertes SJ und die Kölner Kirchen Initiative aber enttäuscht sein, dass sich der Papst deren Einsatz für mehr Mitbestimmung des Kirchenvolkes bei der Bischofswahl verschlossen hat. Aber nur freundliche, liberale Gläubige mit viel Illusionspotential konnten da etwas anderes erwarten.
udo46 11.07.2014
5. Schuss und tot
Und wer den Schuss nicht hört, ist sehr schnell tot.
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