Nach 40 Jahren Flaschenpost von Kardinal Marx aufgetaucht

Es war ein Scherz zum Schulabschluss: In den Siebzigern vergrub der Abiturjahrgang von Reinhard Marx eine Flaschenpost. Jetzt ist die Botschaft von damals wieder ans Licht gekommen.

DPA

Geseke - Mehr als 40 Jahre hat es gedauert, bis ein Abi-Scherz des heutigen Erzbischofs von München, Kardinal Reinhard Marx, wieder aufgetaucht ist. Sechstklässlerinnen des Gymnasiums Antonianum im westfälischen Geseke entdeckten eine bei Bauarbeiten im Innenhof der Schule zufällig ausgegrabene Flasche mit einer Botschaft.

Das auf den 14. Mai 1972 datierte Schriftstück in der Flaschenpost enthalte 29 Unterschriften, sagte Schulleiter Ulrich Ledwinka. "Die Liste beginnt mit Reinhard Marx." Über den Namen steht in lateinischer Sprache, dass es sich um die Unterschriften der Abiturienten 1972 handelt.

Marx habe 1972 auch die Abiturrede seines Jahrganges gehalten, sagte Ledwinka. "Die hatte wohl auch einige lateinische Anteile." Die Schule habe den Ehemaligen an seinem Amtssitz in München über den Fund informiert. Er habe sich sehr gefreut und einige nette Worte an die Finderinnen zurückgesandt. "Vor 20 Jahren habe ich selbst schon einmal anlässlich eines Klassentreffens nach der Flaschenpost gesucht - ohne Erfolg", sagte Marx der "Bild"-Zeitung.

Die Schülerinnen wollen nun ihrerseits eine Botschaft für die Nachwelt verfassen. Diese soll dann gemeinsam mit dem Schreiben des Jahrganges 1972 an gleicher Stelle wieder vergraben werden. Danach soll auf der Fläche ein Garten entstehen, sagte der Schulleiter.

wit/dpa

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.