Unwetter in der Karibik Hurrikan "Maria" verwüstet Puerto Rico

Hurrikan "Maria" zieht mit Windböen und Regen durch Puerto Rico. Die Regierung spricht vom schlimmsten Sturm der Geschichte.

AFP

Hurrikan "Maria" verwüstet Puerto Rico. Stundenlang tobt der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde über die Insel. In Hato Ray riss er Fenster aus ihren Verankerungen, in Barceloneta stürzten Telefonmasten um, in Río Piedras wurden erste Häuser überschwemmt.

Im Norden der Insel traten die Flüsse Río Grande de Loíza und Río La Plata über die Ufer. "Der Wasserstand ist auf einem historischen Niveau", sagte Ernesto Morales vom Wetterdienst. Seit mehr als 85 Jahren hatte kein so starker Hurrikan das US-Außengebiet mehr direkt getroffen. "Das ist eindeutig der schlimmste Hurrikan in der Geschichte von Puerto Rico", sagte der Gouverneur Ricardo Rosselló im Interview mir der "Today Show".

In Patillas rettete die Polizei eine Frau und ihren zwölfjährigen Sohn aus einem Haus mit Zementfundament und einem Dach aus Zink und Holz. "Das Dach flog weg und sie suchten Schutz im Bad", sagte der Polizist Antonio Lebrón der Zeitung "El Nuevo Día". Fensterlose Toiletten gelten bei tropischen Wirbelstürmen als der sicherste Ort. Beim nächsten Notruf konnten die Beamten nicht mehr ausrücken. Zu heftig peitschte der Sturm.

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Hurrikan "Maria": Zerstörung in der Karibik

Gouverneur Rosselló rief die Bewohner dazu auf, sich schnellstmöglich in Sicherheit zu bringen. Die Behörden haben 500 Notunterkünfte auf der ganzen Insel eingerichtet. Insgesamt leben 3,5 Millionen Menschen in dem US-Überseegebiet.

US-Präsident Donald Trump bezeichnete "Maria" auf Twitter als "Monster-Hurrikan". Den Puerto Ricanern sprach er seine Unterstützung aus. "Seid vorsichtig, wir sind mit unseren Herzen bei euch - und werden da sein, um zu helfen."

Prognostizierter Weg von "Maria"
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Prognostizierter Weg von "Maria"

Der Sturm hat auf seinem Zug durch die Karibik bereits schwere Verwüstungen auf der Insel Dominica und im französischen Überseegebiet Guadeloupe angerichtet. Auf Dominica knickten Bäume um, Häuser wurden beschädigt und Straßen überflutet. "Wir haben alles verloren, was man mit Geld kaufen und ersetzen kann", schrieb Premierminister Roosevelt Skerrit auf Facebook und sprach von "großflächiger Zerstörung".

Der Hilfsfonds für Dominica berichtete von sieben Toten. Die Regierung bat um Hubschrauber, um Hilfsgüter in abgelegene Gebiete bringen zu können. Auch Baumaterial zum Ausbessern beschädigter Häuser werde gebraucht, hieß es.

In Guadeloupe sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere würden nach einem Schiffbruch noch immer vermisst, berichteten der Sender Franceinfo und andere französische Medien unter Berufung auf die örtliche Präfektur.

Erst kürzlich war Hurrikan "Irma" durch die Karibik gezogen und hatte unter anderem auf Barbuda sowie im US-Bundesstaat Florida erhebliche Verwüstungen hinterlassen. Mehrere Menschen kamen ums Leben. In vielen Gebieten dauern die Aufräumarbeiten noch an, während sich die Menschen nun für den nächsten Sturm wappnen müssen.

Viele Wissenschaftler vermuten, dass schwere Wirbelstürme aufgrund des Klimawandels an Intensität zunehmen. Der französische Präsident Emmanuel Macron griff das Thema in seiner Rede vor den Vereinten Nationen in New York auf. Die Serie schwerer Hurrikans in der Karibik sei "eine der direkten Folgen der Erderwärmung", sagte er.

bbr/dpa/AFP

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stefan.mahrdt 20.09.2017
1. Eindeutige Zeichen
Der Planet der Mutter Erde wehrt sich. Der Klimawandel resultiert in zahlreichen Opfern. Wir sind Zeugen des Widerstands der Schöpfung gegen unsere Umweltpolitik. Wir müssen auch hier umdenken und unser Handeln ändern.
luciusvoldemort 20.09.2017
2. Wir an der Nordküste
Dominikanischen Republik sind erst Morgen "dran". Das Monster Irma hatten wir ja einigermaßen gut überstanden. Nun warten wir auf Maria. Die Schulen sind geschlossen (die Kinder ohne Wissen was passieren kann sind happy). Die Banken haben seit heute Mittag 11.00 Uhr geschlossen, werden Morgen und evtl. übermorgen geschlossen bleiben. Die sonst so feierwütigen und bei allem relaxen Dominikaner bereiten sich auf Maria vor, mit teilweise immer noch großer Klappe aber man riecht es förmlich das irgendetwas in die Hose gegangen ist. CNN berichtet, wie schon bei Irma, hauptsächlich über die armen (Ami) Puerto Ricaner. Kaum etwas über die anderen Inseln die auch diesmal, bis jetzt stark gebeutelt wurden. Wir warten die Nacht ab und sehen morgen weiter. Wünscht uns ein wenig Glück. Lucius
hansriedl 21.09.2017
3. Hurrikan Maria: Ganz Puerto Rico ohne Strom
Video Live von Maria https://www.ventusky.com/?p=23.2;-7…ind-950hpa Links kann man die Höhe einstellen, unten die Zeit; wenn man den Cursor über ein Gebiet hält, wird die Windgeschwindigkeit (modellierte?) angezeigt.
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