Zoo Karlsruhe Feuerwehr muss Elefantin auf die Beine helfen

Die Hilfsaktion dauerte fünf Stunden: Im Karlsruher Zoo hat die Feuerwehr Elefantenkuh "Lina" aufgerichtet. Das Tier hatte sich zwischen Metallgittern verkeilt.

Feuerwehrkräfte richten im Zoo in Karlsruhe das Elefantenweibchen Lina auf
DPA/Zoo Karlsruhe

Feuerwehrkräfte richten im Zoo in Karlsruhe das Elefantenweibchen Lina auf


Die Feuerwehr hat im Karlsruher Zoo einer Elefantenkuh aufhelfen müssen, weil das Tier nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen konnte. Die 45-jährige "Lina" sei in Gefahr gewesen, weil bei längerem Liegen durch das hohe Eigengewicht von dreieinhalb Tonnen Organversagen drohe, teilte der Zoo mit.

Mit eigenen Mitteln wie Hebekissen und Kränen konnten die Elefantenpfleger demnach nichts ausrichten, da "Lina" sich zwischen Metallgittern verkeilt hatte. Die Feuerwehrleute entfernten ein Gitter. Nach knapp fünf Stunden habe das Tier wieder auf eigenen Beinen gestanden.

"Da wir noch nicht wissen, wie lange sie zuvor lag, war die Zeitspanne schon dramatisch", sagte Zoodirektor Matthias Reinschmidt. "Wir sind alle überglücklich, dass wir dem Tier so helfen konnten." In Karlsruhe leben vier ältere Asiatische Elefanten. Auch der 62 Jahre alten "Rani" halfen die Pfleger bereits mehrmals auf.

Von Tierschutzverbänden gibt es immer wieder Kritik an der Haltung von Elefanten in Zoos. In Karlsruhe wird besonders der direkte Umgang der Pfleger mit den Tieren kritisiert. Aus Sicht des Zoos ist der aber gerade wegen solcher Einsätze unerlässlich. Der Zoo versteht seine Elefantenhaltung als Altersresidenz und nahm "Lina" erst im Februar auf. Das Tier wurde in sehr schlechtem Zustand aus einer Privathaltung übernommen.

bbr/dpa



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