Kassel - Seit Anfang Juli lag der Mann leblos in seinem Zimmer, ohne dass die Leitung der Wohnanlage in Kassel es bemerkt hatte, wie Staatsanwalt Hans-Manfred Jung am Donnerstag sagte.
Der Mann sei eines natürlichen Todes gestorben. Es gebe keine Hinweise auf unterlassene Hilfeleistung. Es sei nicht strafbar, dass der Tote so lange unentdeckt geblieben sei, so Jung.
Die Wohnanlage hatte einen 24-Stunden-Notruf. Deswegen gingen die Kinder des Verstorbenen einem Zeitungsbericht zufolge davon aus, dass der Gesundheitszustand des Mannes kontrolliert wird. Der Bewohner habe sich täglich per Knopfdruck beim Pflegepersonal melden müssen.
Der Leiter des Seniorenheims bestreitet demnach eine solche Vereinbarung. Der Tote sei trotz der großen Hitze im Juli so lange unentdeckt geblieben, weil die Wohnungstüren in dem Haus aus Brandschutzgründen besonders abgedichtet seien. So sei der Leichengeruch nicht bemerkt worden.
Erst nachdem sich Verwandte Sorgen gemacht hatten, wurde der Leichnam am 21. Juli gefunden.
hip/ddp
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