Rechtspopulismus Kinderschutzbund will keine AfD-Funktionäre in seinen Reihen

Der Deutsche Kinderschutzbund wehrt sich nach SPIEGEL-Informationen mit einer Resolution gegen rechte Unterwanderungsversuche. Kinderschutz sei mit rechtspopulistischen Ideologien unvereinbar.

Logo des Deutscher Kinderschutzbunds (DKSB)
DPA

Logo des Deutscher Kinderschutzbunds (DKSB)


Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) setzt sich gegen Unterwanderungsversuche von rechts zur Wehr. Man wisse, "dass aktuell rechtspopulistische Organisationen versuchen, im Deutschen Kinderschutzbund Fuß zu fassen", heißt es in einer Resolution, die auf der jährlichen Mitgliederversammlung einstimmig verabschiedet wurde.

Titelbild
Mehr dazu im SPIEGEL
Heft 24/2018
Das Zeitalter der Autokraten

Rechtspopulisten hätten dazu "aufgefordert, sich im DKSB als Vormünder für unbegleitete minderjährige Geflüchtete zu bewerben und ausbilden zu lassen, um in der Arbeit mit den jungen Menschen ihr Wertebild zu propagieren". Die rechtsextreme Identitäre Bewegung Hamburg hatte beispielsweise Anfang des Jahres ihren Gefolgsleuten geraten, Flüchtlingsvormund zu werden.

Ein "fachlich fundierter und zivilgesellschaftlich verankerter Kinderschutz" sei, so die Resolution, mit "rechtspopulistischen Ideologien" unvereinbar. Damit ist auch die AfD gemeint. "Wir wollen nicht, dass AfD-Funktionäre bei uns mitarbeiten", sagt DKSB-Präsident Heinz Hilgers. "Das haben wir mit diesem Beschluss deutlich zum Ausdruck gebracht."

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL-Magazin - am Kiosk erhältlich ab Samstagmorgen und immer freitags bei SPIEGEL+ sowie in der digitalen Heft-Ausgabe.

Was im neuen SPIEGEL steht, erfahren Sie immer samstags in unserem kostenlosen Newsletter DIE LAGE, der sechsmal in der Woche erscheint - kompakt, analytisch, meinungsstark, geschrieben von der Chefredaktion oder den Leitern unseres Hauptstadtbüros in Berlin.

ase



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.