Der Papst zum Klimagipfel "Die Welt steht an der Schwelle zum Selbstmord"

"Jetzt oder nie": Papst Franziskus hält die Klimakonferenz in Paris für die letzte Chance, den Globus zu retten.

Papst Franziskus: Appell an Teilnehmer der Klimakonferenz
AFP

Papst Franziskus: Appell an Teilnehmer der Klimakonferenz


Papst Franziskus sieht in der Weltklimakonferenz in Paris die letzte Chance der Menschheit, eine globale Umweltkatastrophe zu verhindern. Die Welt befinde sich an der Schwelle zum Selbstmord, sagte der 78-Jährige nach Abschluss seiner Afrika-Reise während des Rückflugs nach Rom.

Die Lage spitze sich von Jahr zu Jahr weiter zu, sagte Franziskus und nannte die schmelzenden Gletscher in Grönland und die steigenden Meeresspiegel als Beispiele.

Die Klimakonferenz in Paris soll ein Abkommen aushandeln, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu begrenzen und damit die Erderwärmung einzudämmen.

Franziskus bei einer Pressekonferenz im Flugzeug: "Jetzt oder nie".
DPA

Franziskus bei einer Pressekonferenz im Flugzeug: "Jetzt oder nie".

Papst Franziskus besuchte im Rahmen seiner ersten Afrika-Reise Kenia, Uganda und die Zentralafrikanische Republik. Auf der Pressekonferenz im Flugzeug nahm der Papst auch Stellung zur Nutzung von Kondomen und deutete eine gewisse Flexibilität in Bezug auf die ablehnende Haltung der katholischen Kirche gegenüber Verhütung an.

Die Frage, ob der Gebrauch von Kondomen zur Vermeidung von HIV-Infektionen erlaubt werden solle, stelle die Kirche vor ein "Dilemma", sagte Franziskus. Er vermied eine klare Aussage und antwortete mit einem Bibel-Gleichnis: Jesus sei einmal gefragt worden, ob es zulässig sei, am Sabbat Menschen zu heilen. "Es ist eine Pflicht, zu heilen", sagte Franziskus. Erst wenn alle geheilt seien "können wir vom Samstag sprechen". Der Papst sagte aber auch, es gebe größere Probleme wie soziale Ungleichheit, Hunger und Kriege.

Die Immunschwächekrankheit Aids ist laut der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung in Afrika die häufigste Todesursache in der Altersgruppe der 10- bis 19-Jährigen. Präventionsprogramme und Verhütungsangebote müssten ausgeweitet werden und sich gezielt an Jugendliche richten.

Klimagipfel in Paris

sun/AP/dpa

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insgesamt 61 Beiträge
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der-wahrsager 30.11.2015
1. Laut Malachias
ist der Fransiskus der letzte Papst, daher macht es für Papst sowieso kein Unterschied was mit der Welt passiert! Wichtiger sind für uns alle die Menschen die in Mittelmeer ertrinken, die Menschen die in Syrien gebombt werden, Flüchtlinge die in der Türkei von türkische Polizei vergewaltigt werden, Menschen die in viele Teile der Welt an Hunger sterben! Die Umwelt wird sich regenerieren, es gab in Milliarden Jahren Erdgeschichte unzählige Male, dass die Erde sich neue ausgerichtet hat, daher diese Klimakatastrophe wird die Erde überstehen, und hoffentlich die Menschen nicht!
darthmax 30.11.2015
2. Nachgedacht
Religion und Klimakatastrophe passt doch zusammen. Je mehr der Vermehrungswunsch von den Religionen gefordert wird, desto mehr Klimakatastrophe wird erzeugt. Solange auch dieser Papst die hemmungslose Vermehrung begrüsst, desto unglaubwürdiger ist er.
Realist111 30.11.2015
3. !
"Die Welt befinde sich an der Schwelle zum Selbstmord, sagte der 78-Jährige" Nicht die "Welt", denn die wird es weiter geben - die "Menschheit" an der Schwelle zum Selbstmord sollte es heißen. Und solange das Kondomverbot von den älteren Herren der Kirchenführung aufrecht erhalten wird, machen sie sich mitschuldig, und zwar nicht nur in puncto Aids, sondern ganz besonders im Hinblick auf ungebremstes Bevölkerungswachstum in diesem Kontinent. Ethisch-moralische Forderungen immer nur an andere reichen eben nicht aus, man muss sich auch mal selbst "auf den Weg machen" ...
brotherandrew 30.11.2015
4. Mir scheint ...
... Herr Bergoglio kennt seine Bibel nicht besonders gut. Einen Selbstmord der Menschheit wird es nicht geben; Globale Katastrophen mit großen Opferzahlen jedoch sehr wohl. Ausserdem sollte sein primäres Interesse darauf gerichtet sein, daß sich die Menschen zu Christus bekehren. Aber ich befürchte, diesen Fokus hat die Amtskirche schon lange verloren. Und das mit den Kondomen ist doch schon längst ausgelutscht. Wo eine gesunde Lebensweise in vorehelicher Enthaltsamkeit und monogamer Treue nicht funktionieren, wird das Kondom als kleineres Übel schon längst auch von der RKK toleriert.
spon_3064063 30.11.2015
5.
Ich habe keine grossen Hoffnungen! Die Welt wird ihren Weg gehen, den ihr durch ihre eigene Bevölkerung vorgezeichnet wird.wir werden unseren Planeten langsam aber sicher zugrunde richten. Ein Eisbär nach dem anderen. Ein Wal nach den anderen.wir sind einfach zu viele!(Kondome ???)Die Masse der Menschen hat keine andere Wahl. Jeder will sein Leben so gut einrichten wie nur möglich und das geht nicht ohne das unser Planet in jeder Hinsicht ausgebeutet wird!
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