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Kommentar im Internet: Salzburgs Weihbischof beleidigt Opfer der Love Parade

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"Ein Aufstand gegen die Schöpfung": So schmäht der Salzburger Weihbischof Andreas Laun in einem Online-Kommentar die Love Parade - und schwadroniert im Zusammenhang mit der Katastrophe von Duisburg über den "strafenden Gott". Prompt erntet er wütende Reaktionen.

Salzburger Bischof über Love Parade: "Ein Aufstand gegen die Ordnung Gottes" Fotos
Getty Images

Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun hat über die Love Parade und den strafenden Gott einen ebenso langen wie verwirrenden Kommentar geschrieben. Der als "Klartext" bezeichnete Text mit dem Titel "Love Parade, Sünde und die Strafe Gottes" enthält radikale Sätze. Zwar stellt Laun klar, es stehe keinem Menschen zu, "über die Toten zu urteilen" und zu behaupten, ihr Tod sei eine "Strafe Gottes für die Sündigkeit der Love-Parade".

Das ist das knappe Einerseits.

Doch das Andererseits klingt anders. Der Bischof urteilt eindeutig, zum Beispiel so:

  • "Love Parade und Teilnahme an ihnen sind, abgesehen von ihrem abstoßenden Erscheinungsbild, objektiv eine Art Aufstand gegen die Schöpfung und gegen die Ordnung Gottes, sind Sünde und Einladung zur Sünde!"
  • "Man weigert sich anzuerkennen, dass die Love Parade, abgesehen von ihrem krankhaften Erscheinungsbild, auch mit Sünde zu tun haben könnte und darum, folgerichtig, auch mit dem richtenden und strafenden Gott!"

Auch wenn es befremdlich wirken mag, dass hier ein Bischof den 21 Toten und 500 Verletzten einen "Aufstand gegen die Schöpfung" und ein "krankhaftes Erscheinungsbild" vorwirft - Laun behauptet nicht, dass die Katastrophe eine Strafe Gottes war. Stattdessen schwenkt er nach der Beleidigung der Opfer auf eine abstrakte Ebene um: Der Weihbischof sinniert über den "strafenden Gott".

Denn von den Toten der Love Parade leitet er zum abstrakten Teil seines Kommentars über: "So falsch die konkrete, moralische Verurteilung der Toten ist und bleibt, wäre es doch auch höchste Zeit zu fragen, warum viele Menschen heute auf den Begriff 'Strafe' wie von der Tarantel gebissen reagieren!"

"Gott straft aus Liebe"

Der Rest der Textes erklärt, dass Gott natürlich strafe. Etwas anderes zu behaupten, sei "nicht katholisch". Aber Gott strafe nicht aus Rache, sondern mit der Absicht, den "Menschen zurückzuholen", kurz: "Gott straft aus Liebe".

Was diese theologischen Überlegungen mit den Opfern der Love-Parade-Katastrophe zu tun haben, sagt der Kirchenmann nicht. Das muss sich der Leser denken, denn Launs Text instrumentalisiert die Opfer als Anlass für theologische Allgemeinplätze.

Nimmt man den Text beim Nennwert, haben die Toten mit dem strafenden Gott erst mal nichts zu tun, außer dass Laun beide in seinem Text unterbringt. Aber sie könnten etwas mit dem strafenden Gott zu tun haben - das ist das Perfide an dem Text des Weihbischofs: Er verleitet die Leser zu Spekulationen über Dinge, über die sie Laun zufolge gar nicht spekulieren sollen.

Dass Menschen nicht darüber urteilen dürfen, wann und wen Gott straft, schließt ja nicht aus, dass die Katastrophe bei der Love Parade sehr wohl eine Strafe Gottes sein könnte.

"Klartext ist das gar nicht"

Wie viel Launs Text im Ungefähren lässt, zeigen die Leserreaktionen in den Kommentaren des Portals Kath.net:

  • "Meinem Verständnis nach geht es bei Unglücksfällen um die MAHNUNG ZUR UMKEHR, hauptsächlich wohl für die nahen Angehörigen, die im besonderen davon betroffen sind."
  • "Warum diese Kinder bestraft werden und die Kinderschänder nicht, verstehe ich leider nicht."
  • "Klartext ist das gar nicht. Es gibt eben nicht ein bisschen schwanger, sondern nur schwanger oder nicht, und hier gibt es nur die Meinung entweder Strafe Gottes oder nicht, aber Bischof Laun versteht es, mehr Verwirrung zu stiften als Klarheit oder Klartext zu sprechen. Schade."

Wohl wegen dieser Reaktionen hat Weihbischof Laun in der Nacht auf Sonntag eine " Klarstellung der Klarstellung" veröffentlicht. Er betont darin noch einmal, dass "Menschen nicht das Recht haben, über andere Menschen jenes richterliche Urteil zu fällen, das nur Gott zusteht!". Wie sich das mit seinen Äußerungen über die Toten und Verletzten ("krankhaftes Erscheinungsbild") verträgt, führt Laun nicht aus.

Laun stellt nicht klar, wie nun seine allgemeinen Überlegungen über den strafenden Gott mit den 21 Toten der Love Parade zusammenhängen - außer dass, wie er schreibt, Menschen sich weigerten anzuerkennen, dass das "mit Sünde zu tun haben könnte und darum, folgerichtig, auch mit dem richtenden und strafenden Gott".

"Seid vorsichtig, Euer Spott könnte auch die Muslime treffen"

Statt dieses "könnte" auszuführen, greift Laun die Kritiker seiner vagen Äußerungen an. Den "Atheisten" unter den "Kritikern" antwortet der Weihbischof: "Warum regt Ihr euch eigentlich auf? Der Gott der Bibel und der Kirche existiert in euren Augen ohnehin nicht."

Und Laun droht Kritikern. Sie könnten sich "über fast alle Religionen aufregen", denn er kenne keine "Religion, die nicht an einen Gott glaubte, der auch Richter der Menschen ist". Launs Warnung: "Aber seid vorsichtig, Euer Spott könnte auch die Muslime treffen, die zwar anders als die Christen, aber doch auch überzeugt sind, dass Gott straft - und auf Euren Angriff vielleicht anders reagieren als ich es tue!?"

Was immer Weihbischof Laun damit wieder meint - es ist alles andere als Klartext.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 663 Beiträge
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1. unmöglich?
unente, 08.08.2010
Zitat von sysop"Ein Aufstand gegen die Schöpfung": So schmäht der Salzburger Weihbischof Andreas Laun in einem Online-Kommentar die Love Parade - und schwadroniert im Zusammenhang mit der Katastrophe von Duisburg über den "strafenden Gott". Prompt erntet er wütende Reaktionen. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,710758,00.html
hmmmm... und wenn er recht hat? Wenn man tatsächlich an so etwas wie einen "Gott" glaubt, warum sollte er dann nicht auch strafend sein? - schließlich hat er doch auch (lt. Bibel) Adam und Eva hart bestraft.
2. Verrückt
kassenbong 08.08.2010
Das kann doch nicht sein. Ich bin auf die Reaktion des Papstes gespannt !
3. Veitstanz
Stefanie Bach, 08.08.2010
Zitat von sysop"Ein Aufstand gegen die Schöpfung": So schmäht der Salzburger Weihbischof Andreas Laun in einem Online-Kommentar die Love Parade - und schwadroniert im Zusammenhang mit der Katastrophe von Duisburg über den "strafenden Gott". Prompt erntet er wütende Reaktionen. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,710758,00.html
Wie schade ich meiner Kirche, wie entblöde ich mich in aller Öffentlichkeit, das sind die Fragen, die der Bischof beantwortet. Statt die Frage nach der politischen Verantwortung zu stellen, führt dieser Mann einen Veitstanz auf. Ob der Duisburger Oberbügermeister eine individuelle Schuld an der Katastrophe bei der Loveparade trägt, muss juristisch geklärt werden. Politisch ist er verantwortlich.
4. Arm im Geiste!
kyon 08.08.2010
Zitat von sysop"Ein Aufstand gegen die Schöpfung": So schmäht der Salzburger Weihbischof Andreas Laun in einem Online-Kommentar die Love Parade - und schwadroniert im Zusammenhang mit der Katastrophe von Duisburg über den "strafenden Gott". Prompt erntet er wütende Reaktionen. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,710758,00.html
Herr Laun macht mich nicht wütend, er tut mir leid!
5. Soll ich jetzt lachen oder weinen?
ZiehDenRotzHoch 08.08.2010
Da hat sich der Herr Bischof aber selbst ins Bein geschossen. Wenn er Glück hat wird man sich nicht weiter um ihn kümmern, ansonsten kann er sich glücklich schätzen mit seinen Aussagen die Zeitungsüberschriften zu schmücken.
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Die Love-Parade-Dokumentation

Video-Dokumentation: Die Love-Parade-Katastrophe


Zeugen im Wortlaut
Wo haben die Sicherungssysteme versagt? Was passierte im Tunnel? Die Ursachensuche beginnt - SPIEGEL ONLINE dokumentiert Zeugenaussagen aus verschiedenen Quellen. Die Angaben konnten nicht verifiziert werden. Klicken Sie auf die Überschriften...
Fabio, 21: "Reihenweise Leute zusammengeklappt"
Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa: "Wir standen mittendrin. Es hatten immer mehr Menschen noch versucht, zum Gelände zu kommen. (...) Wir waren schon durch den Tunnel durch und standen auf dem kurzen Stück vor dem Eingang. Dort ging es aber nicht weiter." Einige seien über Zäune und über eine Leiter geklettert oder über eine enge Treppe am Tunnelende. "Wir sind danach durch den Tunnel zurück. Meine Freundin und ich haben schon kaum mehr Luft mehr bekommen und haben die Ellbogen ausgefahren, um noch wegzukommen. (...) Anschließend haben wir die Polizei alarmiert und gesagt, dass es im Tunnel gleich zur Massenpanik kommen wird." Passiert sei erst einmal nichts. "Das war etwa eine Dreiviertelstunde vor dem Unglück gewesen. Da waren aber schon Leute reihenweise zusammengeklappt."
Udo: "So stelle ich mir Krieg vor"
n-tv-Kameramann und Augenzeuge: "Da lagen schon einige Menschen am Boden, andere kletterten die Wände hoch und versuchten, über die Seiten auf das Gelände zu kommen. Und die Menschenmenge, die nachrückte, die liefen einfach über die am Boden liegenden drüber. Also eine richtige Massenpanik. (...) Die Polizei hat versucht, hineinzugehen in die Menge und die am Boden liegenden Menschen herauszuziehen. Es war aber zu voll, die Polizei hat die Menschen nicht herausbekommen, es war nichts zu machen. (...) Überall lagen Menschen auf dem Boden herum. So stelle ich mir Krieg vor." Die Veranstalter seien vermutlich nicht richtig auf die Menschenmassen vorbereitet gewesen. "Das war programmiertes Chaos." Zunächst seien keine Rettungskräfte dort gewesen: "Hilfskräfte waren erst mal gar nicht vorhanden, vielleicht drei, vier vom Malteser Hilfsdienst. Die konnten aber in der Masse der Menschen auch nichts machen. Man kann nicht mit einer Million Menschen planen und dann ein Gelände für 350.000 Menschen bereitstellen."
Dustin, 17: "Neben mir ist ein Mädchen gestorben"
Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP: "Alle wollten noch auf das Gelände. Damit es schneller geht, sind einige auf die Treppe ausgewichen." Diese führt von der Unterführung direkt zum Güterbahnhof, doch "von hinten drückten immer mehr nach". Es habe 40 Minuten nur Panik gegeben, erst dann habe eine Rettungsgasse gebildet werden können. Für viele kam die Hilfe zu spät. Dustin: "Neben mir ist ein Mädchen gestorben." Es sei einfach erdrückt worden. Ein weiteres Mädchen habe neben ihm gelegen und sei schon blau angelaufen gewesen. Mit Mund-zu-Mund-Beatmung habe er sie wiederbeleben können. "Auf mir lagen noch zwei Menschen." Teilweise seien fünf bis sechs Personen übereinandergeschoben worden. Schließlich hätten ihn Rettungssanitäter herausgezogen. Es sei so eng gewesen, dass seine Schuhe zwischen den Menschen steckenblieben: "Ich hatte schon mit dem Leben abgeschlossen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch Luft bekomme."
TV-Augenzeuge: "Dann sind wir alle umgefallen"
Mann im WDR-Interview: "Es hat sich alles wie in einem Hexenkessel gestaut. Es kamen immer weiter Leute von hinten. Und irgendwann fangen die Leute dann an, umzukippen. Ein paar sind die Treppe hochgegangen, ein paar den Mast hochgeklettert." Gemeint sind eine Nottreppe und ein Lautsprechergerüst, die von unten auf das Gelände führen. "Ich hab nur gesehen, dass ich mit meiner Freundin oben bleibe, weil ich wusste: Wenn ich einmal am Boden liege, dann werden die Leute über uns drübertrampeln. Dann sind wir alle umgefallen, ich halb mit runter, meine Beine waren beide eingequetscht." Zum Glück habe ihm jemand hochgeholfen, "dann sind wir wie durch Glück aus der Masse rausgetrieben worden. (...) Dann hab ich allen gesagt: Geht wieder zurück, die Leute sterben da vorne." Als er die Polizisten gewarnt habe, habe er gehört: "Willst Du das hier organisieren?" Jetzt bewege er sich von seinem sicheren Ort nicht weg, sitze da, eine halbe Stunde, eine Stunde, vielleicht länger, und wolle nicht mehr weitergehen. Er fürchte, dass so etwas wieder passiere.
Achmed, 17: "Brutal nach vorne gedrückt"
Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa: "Als die Polizei das Gelände abriegeln wollte, wurden wir brutal nach vorne gedrückt, die Leute vorne bekamen keine Luft mehr." Die Stimmung sei zunächst gar nicht aggressiv gewesen. "Die wollten doch alle nur Spaß. (...) Dann haben alle geweint, ich habe geweint. Ich habe noch nie gesehen, wie ein Mensch gestorben ist."
Mario, Stefan, Rebecca: "Direkt niedergetrampelt"
Stimmen auf dem Internet-Portal DerWesten - Mario: "Es waren Tausende Menschen im Tunnel. Viel zu viele auf jeden Fall. Die Leute sind reihenweise umgefallen. Und die Polizei hat von beiden Seiten immer mehr Leute in den Tunnel geschickt". Stefan: "Wer umgefallen ist, wurde direkt niedergetrampelt." Die Sanitäter seien erst nicht durchgekommen. Rebecca: "Dann ist ein Rettungswagen durch die Menge gefahren, aber dadurch wurden alle noch mehr zusammengedrängt. Alle waren total hysterisch."
"Gabi", 43: "Die einen wollten rein, die anderen raus"
Forumseintrag auf einslive.de: "Wir sind etwa eine halbe Stunde vor der Panik durch diesen Tunnel gelaufen. Es war tierisch voll. Die einen wollten rein, die anderen raus. Also Gegenverkehr und großes Geschubse. Das war das große Problem. Die Polizei stand dabei und hat nur geschaut. (...) Nun, es hört sich jetzt vielleicht klugscheißerisch an, aber irgendwie konnte man es doch vorhersehen. Nur ein Eingang zum Gelände. Und es passten nicht alle drauf, die auch gerne wollten."
"Ronja", 17: "Uns kamen tausend entgegen"
Forumseintrag auf einslive.de: "Ich war in dem Tunnel. Plötzlich kam eine Frau zu uns und sagte wir sollen gehen, vorne fingen Massenschlägereien an. Die Menschen wurden über Traversen auf die Brücke geschleust, über Container hochgeschoben, bevor alles passiert ist. (...) Uns kamen auf den Rückweg noch mindestens tausend Menschen entgegen. Warum haben die Veranstalter nur einen Eingang gehabt?"
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Love-Parade-Gelände in Duisburg - vergrößern...

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Die Love Parade
Die Love Parade findet seit 1989 statt, zunächst über viele Jahre in Berlin. 2007 zog die Veranstaltung dann ins Ruhrgebiet um, mit der Premiere in Essen. Vor zwei Jahren gastierte sie in Dortmund. 2009 sagte Bochum die Techno-Party ab, weil die Stadt keine Chance sah, den Besucherandrang zu bewältigen und einen geeigneten Veranstaltungsort zu finden. 2010 endete die Love Parade in einer Tragödie: 21 Menschen starben, mehr als 500 wurden verletzt.
Die Anfänge
1989 gründet Techno-DJ Dr. Motte (Matthias Roeingh) die Love Parade. Etwa 150 Technofans tanzen auf dem Kurfürstendamm unter dem Motto "Friede, Freude, Eierkuchen". Die Veranstaltung wuchs rasant: 1994 tanzten bereits 120.000 Technofans um 40 Trucks herum, 1996 kamen 750.000 Raver auf die Straße des 17. Juni im Tiergarten. Die Rekord-Besucherzahl von 1,5 Millionen gab es 1999.
Die Flaute
2000 wurde der Umzug exportiert: Nicht nur in Berlin, sondern auch in Wien, Tel Aviv und Leeds gab es Love Parades. 2001 wurde die Berliner Parade nicht mehr als politische Demonstration eingestuft, sondern als kommerzielle Veranstaltung. 2002 kam es mit 700.000 Besuchern zu einem Einbruch, 2004 und 2005 fiel die Parade mangels Sponsoren ganz aus.
Die Rückkehr
2006 feierte die Love Parade ein Comeback mit neuem Veranstalter. Unter dem Motto "The Love Is Back" tanzten nach Polizeischätzung rund 500.000 Menschen, laut Veranstalter bis zu 1,2 Millionen Menschen. Nach dem Umzug ins Ruhrgebiet waren 2007 in Essen etwa 1,2 Millionen dabei, 2008 in Dortmund sogar 1,6 Millionen Besucher - nach Veranstalterangaben, die aber fragwürdig sind. Im vergangenen Jahr fiel das Event aus. Ursprünglich sollte es in Bochum stattfinden, aber die Stadt fand keinen geeeigneten Veranstaltungsort und befürchtete, den Besucherandrang nicht bewältigen zu können.
Die Katastrophe
In diesem Jahr fand die Love Parade unter dem Motto "The Art Of Love" in Duisburg statt, auf einem abgeschlossenen alten Bahngelände. Die Veranstaltung endete in einer Katastrophe: 21 Menschen starben, mehr als 500 wurden verletzt. Offensichtlich waren wesentlich mehr Menschen auf dem Gelände als die nach Informationen von SPIEGEL ONLINE zugelassenen 250.000. Die Veranstalter sprachen kurz vor der Tragödie von insgesamt 1,4 Millionen Besuchern. Nach dem Unglück erklärte Organisator Rainer Schaller das Aus der Love Parade.

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