Tiersterben in Indonesien Komodowaran verendet in Todeszoo

Ein erhängter Löwe, eine Giraffe mit 18 Kilo Plastik im Bauch: Tierschützer laufen Sturm gegen den sogenannten Todeszoo im indonesischen Surabaya. Jetzt sind dort zwei weitere Tiere verendet, darunter ein seltener Komodowaran.

Verendeter Waran in Surabaya: Entsetzen unter Tierschützern
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Verendeter Waran in Surabaya: Entsetzen unter Tierschützern


Surabaya/Hamburg - Im größten Zoo Indonesiens, dem umstrittenen Tierpark von Surabaya, sind mit einem Komodowaran und einer trächtigen Muntjak-Hirschkuh zwei weitere Tiere verendet. Das bestätigte ein Sprecher der Einrichtung. Eine Reihe ominöser Todesfälle hatte zuvor für harsche Kritik an der Anlage gesorgt, die in örtlichen Medien inzwischen als "Todeszoo" firmiert.

Nach Angaben von Sprecher Agus Supangkat wurde der Kadaver des Warans am Samstag in seinem Gehege gefunden. Tags zuvor war die Hirschkuh verendet, nachdem ein Besucher dem Personal gemeldet hatte, dass das Tier an Krämpfen litt. Supangkat bestritt, dass die Tiere in dem Zoo vernachlässigt worden seien. Stattdessen führe ein Forensik-Team der Polizei Autopsien durch, um zu klären, woran sie starben.

Erst Anfang Januar war laut "Jakarta Post" in dem Zoo ein afrikanischer Löwe gefunden worden, der unter mysteriösen Umständen in seinem Käfig mit einem Seil erdrosselt worden war. Auch ein Gnu-Weibchen verendete, angeblich an Magenproblemen, die durch Hitze und feuchte Witterung verursacht worden sein sollen.

Es waren die vorerst letzten Fälle in einer Reihe ungeklärter Todesfälle, darunter ein weiterer afrikanischer Löwe sowie ein Sumatra-Tiger. 43 Tiere sollen laut "Jakarta Post" allein zwischen Juli und September vorzeitig verendet sein. Für Entsetzen unter Tierschützern sorgte besonders der Tod einer Giraffe vor zwei Jahren, in deren Bauch bei einer Autopsie 18 Kilogramm Plastikabfälle gefunden wurden.

3500 Tiere leben momentan im Zoo von Surabaya, der damit der größte Indonesiens ist. Zum Vergleich: Im Hamburger Tierpark Hagenbeck sind es knapp 2000 Exemplare. Eine Online-Petition fordert die indonesische Regierung inzwischen auf, die Anlage zu schließen.

rls/AP

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