Kongo Krokodil soll Flugzeugabsturz verursacht haben

Der Absturz eines Flugzeugs in der Demokratischen Republik Kongo vor knapp zwei Monaten könnte auf eine bizarre Ursache zurückzuführen sein. Laut Aussage eines Überlebenden hatte ein Passagier ein Krokodil an Bord geschmuggelt - das dann für Panik sorgte.


Kinshasa - Das Flugunglück ereignete sich bereits am 25. August, doch der mutmaßliche Grund für den Absturz wurde erst jetzt bekannt. Die Maschine vom Typ Let L-410 Turbolet befand sich damals mit 21 Menschen an Bord auf dem Weg von der Hauptstadt Kinshasa zum Regionalflughafen Bandundu. Sie hatte bereits den Landeanflug begonnen, als sie plötzlich zu Boden krachte und auf einem Wohnhaus aufschlug. 20 Menschen starben, darunter auch die beiden Piloten.

Der einzige Überlebende des Absturzes tischte den Ermittlern laut einem Bericht der englischen Tageszeitung "Daily Telegraph" eine bizarr klingende Geschichte zur Unglücksursache auf. Laut seiner Aussage war ein eingeschmuggeltes Krokodil verantwortlich für das Unglück.

Ein Passagier habe das Reptil versteckt in einer großen Sporttasche an Bord geschmuggelt. Als der holländische Pilot Danny Philemotte und sein erster Offizier, der Engländer Chris Wilson, bereits zum Landeanflug auf Bandundu angesetzt hatten, habe sich das Krokodil befreien können und für eine Panik an Bord gesorgt, so der Überlebende.

In einem Unglücksbericht zu dem Vorfall heißt es laut "Daily Telegraph" wörtlich: "Die erschrockene Stewardess floh vor dem Krokodil in Richtung Cockpit, sämtliche Passagiere schlossen sich ihr an." Das habe letztlich dazu geführt, dass das Flugzeug trotz aller verzweifelten Bemühungen der Piloten aus der Balance geriet und zu Boden stürzte.

Auch über das Schicksal des Krokodils herrscht inzwischen offenbar Klarheit. Laut "Daily Telegraph" habe es den Aufschlag überlebt, sei aber anschließend mit einer Machete getötet worden.

kng



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