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Kosten für die Kassen: Wer früh stirbt, ist billiger

Hamburg - Raucher sind nach Ansicht von Experten für Krankenkassen nicht teurer als Nichtraucher. Wie die "Zeit" berichtet, kommen "mehrere aufwendige Studien" zu diesem Ergebnis. "Die Raucher sterben so viel früher, dass sie den Kassen wieder jene Kosten ersparen, die sie zuvor für die Behandlung von Gefäßverschlüssen, Infarkten, Krebs und Bronchitis gekostet haben", sagte Sozialmediziner Wilhelm Schwarz der Zeitung.

Nach dem Bericht werden in Deutschland jedes Jahr 100.000 Raucher wegen ihres Lasters zu Frühinvaliden. Die Kassen geben demnach mehr als 30 Milliarden Mark pro Jahr für Raucherkrankheiten aus. Doch dieser Kostenüberhang werde "durch das frühe Sterben wieder aufgewogen", schreibt das Blatt und fährt fort: "Ein Raucher auf dem Friedhof kostet seine Krankenkasse nichts. Nichtraucher dagegen liegen viele Jahre länger ihrer Krankenkasse auf der Tasche." Der Bericht zitiert Studien, wonach ein 30-jähriger Raucher im Durchschnitt sechs bis zehn Jahre weniger zu leben hat.

Wie die "Zeit" schreibt, gilt die Kostenentlastung durch Raucher besonders für die Rentenkassen. "Würden alle Raucher heute mit dem Rauchen aufhören, wäre unsere soziale Sicherung, so wie wir sie heute kennen, binnen kurzem unbezahlbar." Dem Bericht zufolge bietet die britische Versicherung Stalward Assurance Rauchern bereits verbilligte Rentenversicherungen an.

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