Insel Rügen Mann stürzt von Kreidefelsen in den Tod

An der Steilküste im Nordosten der Ostsee-Insel Rügen ist ein Urlauber in den Tod gestürzt. Er soll an der Felsenkante den Halt verloren haben.

Blick auf die Kreidefelsformation Königsstuhl mit der Ernst-Moritz-Arndt-Sicht im Nationalpark Jasmund
DPA

Blick auf die Kreidefelsformation Königsstuhl mit der Ernst-Moritz-Arndt-Sicht im Nationalpark Jasmund


Am Hochufer der Kreideküste auf Rügen ist es zu einem tödlichen Unfall gekommen. Wie die Polizei mitteilte, verlor ein 57-Jähriger aus dem niedersächsischen Salzgitter während eines Spaziergangs im Bereich der Ernst-Moritz-Arndt-Sicht offenbar das Gleichgewicht und stürzte in die Tiefe. Durch den Aufprall auf die felsige Küste erlitt der Mann tödliche Verletzungen.

Ersten Erkenntnissen zufolge war er zu nah an die Felskante getreten und hatten dann den Halt verloren. Die Polizei warnte zum wiederholten Mal dringend davor, die ausgewiesenen Wanderwege in dem Gebiet zu verlassen. Erst im April war eine 20-jährige Urlauberin aus Hamburg an der gleichen Stelle abgestürzt und gestorben.

An der Steilküste brechen immer wieder Kreide, Geröll und Gestein ab, die für Spaziergänger sowohl am Hochufer als auch entlang der Küste zu einer tödlichen Gefahr werden können. Ende 2011 wurde ein zehnjähriges Mädchen aus dem Landkreis Prignitz in Brandenburg von herabstürzendem Kreideabbruch verschüttet. Ihre Leiche wurde erst Wochen später gefunden.

Der Nationalpark Jasmund auf Rügen hat seit 2011 den Status eines Unesco-Weltnaturerbes und ist bei Touristen sehr beliebt.

ala/dpa

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