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29. Dezember 2012, 07:24 Uhr

kurz & krass - "Dumm gelaufen"-Spezial 2012

Hinternverbrannte Schnapsidee

Der Partygag eines Australiers endete mit "schweren und schmerzhaften Verbrennungen am Hintern". Ein Schlafwandler sperrte sich nackt aus seiner Wohnung aus. Und ein Mann blieb im Fenster eines Toilettenhäuschens stecken. Die bizarrsten Meldungen der vergangenen zwölf Monate. Klicken Sie sich durch!

Australier verbrennt sich Hintern mit Feuerwerkskörper

Darwin - Das war nicht besonders clever: Während einer Party im Juli klemmte sich ein Mann aus der nordaustralischen Stadt Darwin einen Feuerwerkskörper zwischen seine Pobacken und zündete ihn an. Mit "schweren und schmerzhaften Verbrennungen am Hintern und Teilen seiner Genitalien" musste der Mann laut Polizei in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Der Partygag "schien eine großartige Idee zu sein, ging aber offensichtlich nach hinten los", sagte Polizeisprecher Garry Smith dem Rundfunksender ABC.

Zweijähriger trinkt Whisky in Kneipe

London - Ein zwei Jahre alter Junge hat im Oktober bei seiner Geburtstagsparty in einem Restaurant im walisischen Swansea statt Saft versehentlich ein Glas Whisky serviert bekommen. Seine Mutter bemerkte den Fehler erst, als der Junge schon etwa zehnmal davon getrunken hatte - so erzählte sie es der BBC. Der Whisky hatte demnach 40 Prozent Alkohol. Der Zweijährige wurde im Krankenhaus untersucht, soll den Vorfall aber unbeschadet überstanden haben. Er sei ganz klar betrunken gewesen, so seine Mutter.

Die Frau hatte Limettensaft mit Wasser zum Essen bestellt, das Lieblingsgetränk ihres Sohnes. "Ich habe ihn ermutigt, immer wieder zu trinken, weil er etwas Salziges gegessen hat", sagte sie. "Wir hatten den ersten Gang gegessen, als wir merkten, dass er sein Gesicht beim Trinken verzog." Sie habe dann selbst probiert und gemerkt, dass Whiskey im Glas war. Das Restaurant entschuldigte sich.

Schlafwandler sperrt sich nackt aus Wohnung aus

Kaiserslautern - Blankes Entsetzen in einer Juni-Nacht: Splitternackt ist ein Schlafwandler in Kaiserslautern aus seiner Wohnung spaziert und hat sich dabei selbst ausgesperrt. Der 48-Jährige wachte laut Polizei erst auf, als er die Haustür ins Schloss fallen hörte. Mit einer Fußmatte als Lendenschurz traute er sich auf die Straße und hielt einen Autofahrer an, mit dessen Handy er die Polizei rief. Die Beamten fuhren den Ausgesperrten schließlich zu einer Freundin, die einen Zweitschlüssel hatte.

Autofahrer weicht Elch aus - und prallt gegen Braunbär

Oslo - Starke Nerven hat ein Autofahrer im August im Süden Norwegens gebraucht: Als er einem auf der Straße laufenden Elch auswich, prallte er nach Angaben der Polizei mit einem Braunbären zusammen. Der Fahrer kam demnach zwar mit einem Blechschaden und dem Schrecken davon, doch die Behörden starteten eine Suche nach dem Bären, als sie Blutspuren entdeckten. Während es in Norwegen sowohl viele Elche als auch zahlreiche Verkehrunfälle mit den Tieren gibt, sind Braunbären eher selten. In dem skandinavischen Land sollen Schätzungen zufolge nur etwa 150 von ihnen leben.

Mann bleibt in Fenster von Toilettenhäuschen stecken

Saarlouis - Ein ungewöhnlicher Anblick bot sich einer jungen Frau mitten in der Nacht im saarländischen Saarlouis: Im Fenster eines öffentlichen Toilettenhäuschens steckte im September ein Mann fest und rief um Hilfe. Die Frau alarmierte die Polizei, die den an der Hüfte eingeklemmten Mann mit einer Leiter befreite. Der 29-Jährige gab an, die Toilette um kurz vor Mitternacht aufgesucht zu haben. Dort sei er eingeschlafen und erst zweieinhalb Stunden später aufgewacht. Dann habe er bemerkt, dass die Haupttür inzwischen von außen abgeschlossen worden war und den Ausstieg durchs Fenster versucht.

Ein ähnliches Missgeschick unterlief im Mai einer Seniorin in Augsburg: Sie verbrachte eine Nacht eingeschlossen in einem Kaufhaus. Die 85-Jährige sei während der Geschäftszeit auf der Kaufhaus-Toilette eingeschlafen und erst wieder aufgewacht, als der Laden bereits geschlossen war, teilte die Polizei mit. Die Frau versicherte sich, dass das Kaufhaus leer war, und legte sich dann wieder schlafen. Am nächsten Morgen sahen Passanten die Seniorin schließlich Hilfe suchend mit einem Zettel am Ladenfenster stehen und verständigten die Polizei.

Dachdecker fallen auf Navi rein

Hettenhain - Dass Autofahrer auf falsche Angaben ihres Navis reinfallen - geschenkt. In Hessen haben jedoch blöderweise Dachdecker auf das Gerät vertraut. Es meldete "Ziel erreicht" und umgehend machte sich die Baukolonne im Juli an die Arbeit. Erst als beim Bürgerhaus in der Taunus-Gemeinde Hettenhain schon rund hundert Quadratmeter des Daches abgedeckt waren, stellten die Arbeiter fest, dass sie auf dem falschen Gebäude waren. Eigentlich hatte der Besitzer eines angrenzenden Privathauses die Handwerker bestellt, sagte Hettenhains Ortsvorsteherin. Zur Verwechslung hatte auch ein Gerüst beigetragen, das um das Bürgerhaus gezogen war. Es wurde gerade energetisch saniert, ein neues Dach war aber nicht vorgesehen. Die Firma aus Gießen musste erneut antreten und das notdürftig mit Plastikplanen geflickte Dach wieder in Ordnung bringen.

Autofahrer verwechselt U-Bahn mit Parkhaus

Paris - Ein Autofahrer hat im April in Paris den Eingang zu einer Metro-Station mit einer Parkhaus-Einfahrt verwechselt. Er habe ein Schild zum Parkhaus am Boulevard Haussmann gesehen und sei darauf zugefahren, sagte der 26-Jährige. Er habe sich geirrt, so der Mann, da kein Schild vor dem Metro-Eingang der Station Chaussée d'Antin-Lafayette gestanden habe. Zum Glück sei niemand auf der Treppe gewesen. Der Geländewagen fuhr acht Stufen hinunter, lediglich die Hinterreifen blieben am obersten Treppenabsatz stehen. Die Polizei veranlasste einen Alkoholtest. Das Ergebnis war negativ.

Mann schlägt falsche Scheibe ein

Gundelfingen an der Donau - Weil er dringend zur Arbeit musste und sein Auto nicht aufbekam, hat ein Mann im bayerischen Gundelfingen kurzerhand die Seitenscheibe eingeschlagen. Pech nur, dass es gar nicht sein Wagen war. Die Autos vor dem Haus des 49-Jährigen waren nach Polizeiangaben total vereist. Als es dem Mann nicht gelang, das Auto mit dem Schlüssel zu öffnen, glaubte er, das Schloss sei eingefroren, und zertrümmerte das Fenster. Doch als er im Wagen saß, merkte er, dass es das falsche Fahrzeug war. Sein eigenes Auto war in etwa 20 Metern Entfernung geparkt. Der 49-Jährige rief die Polizei und teilte den Beamten sein "Versehen" mit. Kurz darauf kam der rechtmäßige Besitzer des Autos mit der kaputten Scheibe dazu. Die beiden einigten sich gütlich - der 49-Jährige war sofort bereit, die Reparatur zu bezahlen.

Gültig bis 55. Juli 2016

München - Ein gefälschter litauischer Personalausweis mit Gültigkeitsdatum 55. Juli 2016 ist im März einem Mann aus der Ukraine im bayerisch-tschechischen Grenzgebiet zum Verhängnis geworden. Fahnder der Bundespolizei nahmen den 55-Jährigen, der als Asylbewerber in Tschechien lebt, nahe Pleystein fest. Der Mann hatte nach eigenen Angaben 1500 Euro für die plumpe Fälschung ausgegeben. Mit dem Ausweis wollte er nach Frankreich reisen und so die Visumpflicht umgehen. Bei seiner Festnahme hatte er auch noch einen gefälschten litauischen Führerschein bei sich. Der 55-Jährige wurde wegen unerlaubter Einreise und Urkundenfälschung angezeigt.

Misslungener Urlaubsstart - Mann fährt ohne Ehefrau los

Bonn - Nach einem Streit ist im Juli ein Mann in Bonn ohne seine Ehefrau mit dem Auto in den Urlaub gestartet. Aus Versehen, wie er sagt. Das Ehepaar wollte eigentlich gemeinsam nach Schleswig-Holstein fahren. Beim Packen der Koffer und dem Beladen des Autos gerieten die beiden 73-Jährigen aber kurz vor der Abfahrt in Streit. Daraufhin setzte sich der Mann ans Steuer und fuhr los. Laut Polizei war er der Meinung, dass seine Frau im Auto saß, wie immer hinten. Dem war jedoch nicht so. Stattdessen wartete die Ehefrau stundenlang vor dem Haus auf die Rückkehr ihres Mannes. Weil sie sich Sorgen um ihn machte, rief sie die Polizei. Als es gelang, den Mann über sein Handy zu erreichen, zeigte der sich überrascht: Er habe nicht gemerkt, dass seine Frau nicht im Auto saß. Er versprach aber, umzukehren.

wit

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