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12. Juni 2012, 11:49 Uhr

kurz & krass

Hündin adoptiert Tigerbabys

Eine Gruppe Kühe trampelt über einen Polizeiwagen hinweg, ein Junge bindet sich einen elf Meter langen Spickzettel um den Bauch. Und eine Hundedame adoptiert zwei kleine fauchende Tigerbabys. Die kuriosesten Meldungen im Überblick. Klicken Sie sich durch!

Kommt zu Mama, ihr Tigerbabys!

Moskau - Zwei sibirische Tigerbabys in Sotschi, die von ihrer Mutter nicht angenommen wurden, haben eine neue Erziehungsberechtigte gefunden: Eine Shar-Pei-Hündin namens Cleopatra. Das gab eine Zoosprecherin bekannt. Cleopatra habe die Babys gestillt und geputzt, als seien es ihre eigenen. "Sie hat die beiden sofort akzeptiert." Die ungewöhnliche Familie kuschele und schlafe gemeinsam ein. Die Tigerbabys Clyopa and Plyusha wurden Ende Mai in dem Zoo am Schwarzen Meer geboren. Der Sprecherin zufolge stellen sie noch keine Gefahr für die Hündin dar, obwohl sie schon fauchen und die Krallen zeigen würden: "Sie sind nicht aggressiv, und sie sind auf ihr Stillen angewiesen."

Mann steuert Müllwagen mit 4,7 Promille

Wolfsburg - Ein Müllwagenfahrer ist in Wolfsburg sturzbetrunken am Steuer zusammengebrochen. Der 46-Jährige holte gemeinsam mit einem Kollegen Müll ab, als er bewusstlos wurde. Wie die Polizei mitteilte, fanden die Beamten im Führerhaus eine halbvolle Flasche Eistee, die stark nach Alkohol roch. Ein Alkoholtest ergab den Wert von 4,77 Promille. Der Mann wurde zur Beobachtung in eine psychiatrische Einrichtung gebracht.

Kühe trampeln über Polizeiwagen

Altmittweida - Acht Kühe sind im sächsischen Altmittweida über ein Polizeiauto hinweggetrampelt und haben dabei rund 8000 Euro Schaden angerichtet. Die Tiere gehörten laut Polizei zu einer Herde von etwa 30 entlaufenen Kühen. Zwei 38 und 45 Jahre alte Polizisten waren der Herde zur Absicherung hinterhergefahren. Als sie sich mit ihrem Streifenwagen in einer Unterführung befanden, drehte ein Teil der Tiere um. Da es in der Unterführung zu eng war, um an dem Polizeiwagen vorbeizulaufen, gerieten die Tiere in Panik und trampelten über das Auto hinweg. Die Polizisten kamen mit dem Schrecken davon.

Betrügerbande - vermeintlich Blinde fahren Motorroller

Syrakus - In Italien ist eine Gruppe vermeintlich Blinder aufgeflogen: Die Finanzpolizei von Syrakus filmte die 16 Sizilianer, wie sie Touristen den Weg wiesen, Geld aus dem Automaten abhoben oder sogar Motorroller fuhren. Die Männer waren laut Ausweis "absolut blind", sie sollen zusammen mehr als eine Million Euro an Behindertenrente und für die Blindenbetreuung erhalten haben - das berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Auch gegen einen Arzt werde ermittelt, nachdem ärztliche Kommissionen die Blindheit bestätigt haben sollen. In den vergangenen Monaten sind in Italien ähnliche Fälle aufgedeckt worden. Die Betrüger wurden verpflichtet, das bezogene Geld zurückzuzahlen.

Junge bastelt elf Meter langen Spickzettel

Astana/Moskau - Mangelnden Fleiß kann man ihm kaum vorwerfen: Ein kasachischer Schüler hat einen elf Meter langen Spickzettel mit 25.000 Antworten angefertigt - ist damit aber aufgeflogen. Der junge Mann wurde vor Beginn der landesweiten Abschlussprüfung in der ostkasachischen Stadt Ridder von einer Aufsicht geschnappt, wie Medien aus der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik berichteten. In mühevoller Kleinarbeit hatte der Prüfling demnach die Antworten auf winzige Blätter gedruckt, die er aneinanderklebte. Dann band er sich den Riesenspickzettel um den Leib. Der nationale Einheitstest bestimmt über die Hochschulzulassung.

Arzt erklärt Rentnerin irrtümlich für tot

Paris - Der Fehler eines Arztes hat Mitarbeitern eines französischen Beerdigungsinstituts einen Schock beschert. Der Mediziner stellte einen Totenschein für eine 87 Jahre alte Frau aus, die gar nicht tot war. Der Irrtum fiel erst nach dem Transport ins Bestattungsunternehmen auf - als sich die vermeintliche Leiche dort plötzlich bewegte. Die Mitarbeiter riefen sofort einen Rettungsdienst, der die Frau aus einem Vorort von Paris ins Krankenhaus bringen ließ.

Polizei erwischt Elfjährigen wiederholt am Steuer

Oslo - Einen elfjährigen Jungen hat die norwegische Polizei am Steuer eines Autos erwischt - zum zweiten Mal innerhalb einer Woche. Die Polizei sei alarmiert worden, als der Junge das Auto über eine Straße südlich von Stavanger lenkte, berichtete die Tageszeitung "Aftenbladet".

Die Ordnungshüter hätten ihn dann an einer eigens errichteten Straßensperre bei Flekkefjord gestoppt, rund hundert Kilometer entfernt vom Wohnort des Kindes. Erst Anfang der Woche hatte der Junge das Auto seines Stiefvaters nach einer 150 Kilometer langen Spritztour in den Straßengraben gelenkt. Er habe in Dänemark Freunde treffen wollen, sagte er nach seiner ersten Tour. Das Sozialamt will nun mit der Familie besprechen, wie dem Jungen zu helfen ist.

Dieben klauen Hunderte Wäschekörbe

Ilsenburg - Mehrere hundert Wäschekörbe sind in Ilsenburg im Harz gestohlen worden. Die unbekannten Täter nahmen laut Polizei 340 blaue Körbe mit, die ein Unternehmer vor Haustüren abgestellt hatte, um für eine Kleidersammlung zu werben. Der Schaden beläuft sich auf rund tausend Euro. Zeugen haben den Angaben zufolge zwei jüngere Menschen mit einem Transporter beobachtet.

hut/AP/dpa

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