kurz & krass

kurz & krass Eiland mit Eischwemme

Polizei Langeoog / DPA

Weihnachten ist kaum vorbei, schon können die Vorbereitungen für Ostern beginnen - jedenfalls auf Langeoog: Die Nordsee-Insel ist plötzlich um Hunderttausende Eier reicher.

Die mit Spielzeug gefüllte Ware wurde laut Polizei am Mittwoch an den Stränden des Eilandes angespült. Demnach säumten die bunten Kapseln den Strand über mehrere Kilometer. Statt Muscheln konnten die zahlreichen Touristen auf der Insel daher die Spielzeugeier einsammeln.

Die Eier verfügten offensichtlich über gute Schwimmeigenschaften, erläuterten die Ermittler in einer Mitteilung unter der Überschrift "Ostern auf Langeoog". Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die Kapseln aus einem oder mehreren Containern eines Schiffes stammen, das bei einem Sturm an Weihnachten Teile seiner Ladung verloren hatte. "Hundertprozentig sicher sind wir aber noch nicht", sagte eine Sprecherin. Nun ermittelt die Wasserschutzpolizei.

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Eier-Schwemme: Buntes Eiland

Wie der NDR berichtet, hat das Sturmtief "Axel" die bunte Ladung an Land gespült. Nun solle verhindert werden, dass das Spielzeug zurück ins Meer gespült und von Meerestieren verschluckt wird. Bei Niedrigwasser will die Gemeinde die Eier mit Unterstützung eines Kindergartens einsammeln und sicherstellen.

Was dann mit dem Treibgut passiert, ist dem Bericht zufolge noch unklar. Zunächst hatte Bürgermeister Uwe Garrels demnach befürchtet, dies könne als Diebstahl gelten und Ärger mit dem Zoll verursachen. Diese Sorge sei jedoch zweitranging, so Garrels: Der rechtmäßige Besitzer könne die Ü-Eier gerne abholen.

Neben den Eiern wurden zuletzt auch noch massenweise Lego-Steine an der ostfriesischen Insel angeschwemmt. Das Spielzeug stammt vermutlich aus einem Schiffscontainer, der am Mittwoch im Sturm über Bord eines Frachters gegangen und aufgeplatzt war.

Daneben trieben auch Unmengen von Plastiktüten mit weiteren Verpackungen an, wie der Bürgermeister berichtete. "Das ist nicht mehr lustig, sondern eine große Umweltbelastung und höchst schädlich für Tiere", sagte Garrels.

mxw/cnn/dpa

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