Viel Schnee und Lawinengefahr Zermatt erneut nur noch aus der Luft erreichbar

Seit Samstagabend sitzen Einwohner und Touristen in Zermatt in der Schweiz fest. Sie können den Wintersportort nur mit dem Helikopter verlassen. Und es soll weiter schneien.

Zermatt: 60 Euro für sechs Kilometer
DPA

Zermatt: 60 Euro für sechs Kilometer


Der Zugverkehr ist wegen der Lawinengefahr eingestellt worden: Der Wintersportort Zermatt ist nach starken Schneefällen nur noch aus der Luft erreichbar. Bis wann die Sperre der Bahnlinie und der Straße dauern werde, sei noch unklar, sagte ein Sprecher der Matterhorn Gotthard Bahn am Sonntag.

Die einzige Möglichkeit, den Ort zu verlassen, sei per Helikopter. Seit Sonntagmittag hat Air Zermatt Shuttle-Flüge zwischen Zermatt und dem sechs Kilometer entfernten Täsch eingerichtet. Der Flug kostet etwa 60 Euro pro Strecke.

Vor etwa zwei Wochen war der bekannte Skiort bereits schon einmal für mehrere Tage praktisch eingeschneit. Die 13.000 Touristen kamen aber gut mit der Situation zurecht. Auch diesmal betont das Tourismusbüro, dass keine Gefahr für Einwohner und Gäste bestehe.

Hier berichtet die Region über die aktuelle Lage im Skigebiet. Für diesen Sonntag und Montag ist weiterer Schneefall in der Region angekündigt.

In Deutschland wird es wärmer

In Deutschland sollte Schnee in der Nacht zum Montag bis in die Niederungen fallen, es wird mit glatten Straßen gerechnet, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte.

Dann gehe der Schnee aber bis in die Gipfellagen der Mittelgebirge in Regen über. Der Berufsverkehr am Montag werde voraussichtlich in einem Streifen von der Nordsee bis nach Südostbayern von Schneefällen behindert, weiter westlich dürfte Schneematsch für rutschige Fahrbahnen sorgen. Dann sagt sich Tauwetter an, Schneeschmelze und kräftiger Regen werden laut Wetterdienst im Süden so manchen Fluss über die Ufer treten lassen.

Am Oberrhein erwartet der DWD im Tagesverlauf zweistellige Temperaturen. Im Nordosten Deutschlands dürfte das Thermometer aber bei knapp über null Grad verharren. Dann gehen die Temperaturen überall hoch, für Mittwoch und Donnerstag werden verbreitet Höchstwerte von mehr als 10 Grad vorhergesagt.

kha/dpa

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.