Leck Hohe Strahlenbelastung in Japan

Bis zu 11.500mal höher als der Grenzwert war die radioaktive Strahlung, die nach einem Riß im Kühlwassersystem aus dem japanischen Atomkraftwerk Tsuruga austrat.


Der Atomreaktor in Tsuruga
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Der Atomreaktor in Tsuruga

Tokio - Nach dem massiven Kühlwasserleck vom Montag ist nun im Reaktorgehäuse eine radioaktive Strahlung von bis zum 11.500fachen des Grenzwerts gemessen worden. Das teilte die Betreibergesellschaft Japan Atomic Power am Donnerstag nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo mit. Am Mittwoch dagegen hatte es noch geheißen, der Grenzwert sei lediglich um das bis zu 250fache überschritten worden. Das Atomkraftwerk Tsuruga liegt in Zentraljapan.

Mitarbeiter mühen sich mit einfachsten Mitteln, das verstrahlte Kühlwasser zu beseitigen
AP

Mitarbeiter mühen sich mit einfachsten Mitteln, das verstrahlte Kühlwasser zu beseitigen

Bei dem Störfall waren durch einen Rohrriß im primären Kühlwasserkreislauf des Reaktors Nummer Zwei etwas über 50 Tonnen Kühlwasser ausgelaufen. Das Leck konnte erst Stunden später abgedichtet werden. Bei dem Unfall sollte angeblich keine Radioaktivität in die Atmosphäre entwichen sein. Auf Teilen des Bodens im zweiten Stockwerk des Reaktorgehäuses wurden dagegen 46.000 Becquerel pro Quadratzentimeter gemessen. Das Limit von vier Becquerel sei damit 11.500 Mal überschritten worden, hieß es.



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