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02.02.2007
 

Opernball-Stenz

Bischof exkommuniziert "Mörtel" Lugner

Katholik und Unternehmer Richard "Mörtel" Lugner hat mit seinem "Sexualmedizinischen Zentrum" die katholische Kirche Österreichs gegen sich aufgebracht. Dass dort schwangere Frauen abtreiben können, ging den Kirchenoberen zu weit. Sie exkommunizierten Lugner.

Wien - Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun hat den Wiener Bauunternehmer Richard "Mörtel" Lugner exkommuniziert. Eigentlich habe sich der skandalumwitterte Unternehmer und ehemalige österreichische Präsidentschaftskandidat selbst aus der katholischen Gemeinschaft ausgeschlossen, hieß es: Weil er in einem von ihm unterhaltenen Einkaufszentrum im 15. Wiener Bezirk ein "sexualmedizinisches Zentrum" eingerichtet habe, in dem schwangere Frauen ihr Ungeborenes abtreiben können.

Lugner habe sich nach Paragraf 1041,4 des Kirchenrechts selbst exkommuniziert, da er "durch die Zulassung von Abtreibungen in seinem Einkaufszentrum an der Abtreibung mitwirkt", sagte Bischof Laun heute dem katholischen Pressedienst kath.net. Bei der gestrigen Eröffnung des Zentrums hatten katholische Abtreibungsgegner demonstriert.

Daraufhin hatte "Mörtel" der österreichischen Nachrichtenagentur APA erklärt, er sei Katholik, habe vier Kinder gezeugt und keines davon abgetrieben. Gleichzeitig wies er auf die Rechtslage in Österreich hin: Für Abtreibung gelte eine Fristenlösung. Lugner, warb zudem um Verständnis für die Betroffenen: "Diese Frauen sind ja auch Menschen, nicht nur die Kinder."

Weihbischof Laun sieht das jedoch anders: Ein Katholik, der Abtreibungen in irgendeiner Form unterstütze, schließe sich selbst aus der Kirche aus, sagte er. Dies betreffe jeden, der "vorsätzlich einen Menschen getötet oder eine vollendete Abtreibung vorgenommen hat, sowie alle, die positiv daran mitgewirkt haben."

Zum diesjähriger Opernball wird Lugner seine Frau "Mausi" und das Partygirl Paris Hilton zum Opernball mitnehmen.

fba/ddp

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