Los Angeles - Hilton trage Häftlingskleidung und verbringe 23 Stunden am Tag in einer Einzelzelle, sagte ihr Anwalt Richard Hutton gestern nach einem Besuch bei seiner Mandantin: "Es geht ihr den Umständen entsprechend sehr gut." Als einfache Bürgerin wäre sie jedoch in einem großen Schlafsaal mit 30, 40 weiteren Frauen untergebracht worden und die Zeit wäre ihr viel schneller vergangen, monierte Hutton. "Sie wird wegen ihrer Prominenz wirklich bestraft."
Ein Sprecher der Gefängnisverwaltung äußerte sich zufrieden über die prominente Insassin. "Ihr Benehmen war hilfreich. Sie war konzentriert, sie war kooperativ", sagte er. Die Hotelerbin wird in dem Frauengefängnis von Lynwood - gute Führung vorausgesetzt - mindestens 23 Tage absitzen, weil sie ohne Führerschein Auto gefahren war und gegen Bewährungsauflagen verstoßen hatte.
Zwei Tage früher als erwartet hatte sich Hilton am Sonntagabend im Männergefängnis von Los Angeles gemeldet, von wo aus sie zur Justizvollzugsanstalt für Frauen in Lynwood überstellt wurde.
In der Justizvollzugsanstalt von Lynwood im Südosten von Los Angeles ist Hilton in einem gesonderten Trakt mit zwölf Zwei-Personen-Zellen untergebracht, getrennt vom Großteil der rund 2200 Insassinnen. Ihr Essen soll sie in ihrer etwa 3,5 Meter mal 2,5 Meter großen Zelle einnehmen, eine Stunde am Tag darf sie den Raum verlassen.
Die Insassen in Lynwood zeigen sich unterdessen aufgebracht ob des Paris-Hilton-Rummels. Um Platz für den prominenten Häftling zu schaffen, seien sie noch weiter zusammengedrängt worden, klagten Gefangene. Lynwood wurde erst vor 13 Jahren gebaut. Die Anstalt ist seit März 2006 ein reines Frauengefängnis.
jdl/AP/dpa
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