Mittwoch, 10. Februar 2010

Panorama



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12.06.2007
 

Albanien-Besuch

Bush im Gedränge - Uhr weg

Ein Schuft, wer Böses dabei denkt: George W. Bush soll während seines Besuchs in Albanien eine Uhr abhanden gekommen sein. Beim Bad in der Menge verschwand der Chronometer vom Handgelenk des US-Präsidenten. Fieser Diebstahl oder Folge eines Uhr-sächlichen Materialschadens?

Tirana - Es hätte alles so schön sein können. Albanien feierte Bush bei seiner Ankunft am Sonntag als Helden. Er ist der erste US-Präsident, der das Land besuchte. Bush wurde mit Ehrungen überschüttet: Man veröffentlichte drei Briefmarken mit US-Motiven, eine davon zeigt Bushs Konterfei. Eine Straße wurde nach ihm benannt, ihm wurde die Nationalplakette verliehen. Mehr Reverenz geht nicht.

Nun diese peinliche Posse: Wohin verwand des Präsidenten Zeitenmesser? Örtliche Medien wollen es wissen: Als Bush in Fushe Kruje unweit der Hauptstadt Tirana begeisterten Einwohnern die Hände schüttelte, war die Uhr plötzlich weg. Da liegt für manchen die Vorstellung nah, ein fingerflinker Albaner habe dem nichtsahnenden Staatenlenker das gute Stück clever und unbemerkt vom Handgelenk entfernt.

Für Diplomaten beider Seiten ein denkbar unschöner Misston. So wies die US-Botschaft Berichte über einen Diebstahl denn auch vehement zurück: "Was die örtlichen Medien verbreiten, ist absolut unwahr", hieß es.

Andere Medien zitieren einen albanischen Leibwächter, der gesehen haben will, wie sich einer seiner amerikanischen Kollegen in Bushs Nähe gebückt und die Uhr aufgehoben habe, demnach hätte sie sich von selbst vom Handgelenk gelöst.

Dritte Variante: Ein TV-Sender soll Bilder gezeigt haben, auf denen ein Leibwächter mit Bush spricht und anschließend die Uhr vom präsidialen Arm entfernt.

Wie auch immer es sich zugetragen haben mag, am Ende bleibt der Spott über eine weitere Bush-eske Panne. "Es waren ein amerikanischer Präsident, eine albanische Menschenmenge und eine Armbanduhr. Doch am Ende blieben nur der Präsident und die Menschen übrig", hämte der italienische "Corriere della Sera".

Sicher ist: Als Bush wenige Stunden nach dem Vorfall das Präsidentenflugzeug "Air Force One" bestieg, hatte er wieder eine Uhr an seinem Arm.

pad/AP/dpa

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