• Drucken
  • Senden
  • Feedback
03.07.2007
 

Schwulenfeindliche Äußerungen

"Grey's Anatomy"-Star wehrt sich gegen Vorwürfe

Ausraster, Streit und böse Worte: Die Crew der US-Erfolgsserie "Grey's Anatomy" ist in der realen Welt so zerstritten, wie es das Drehbuch kaum vorschreiben könnte. Schauspieler Isaiah Washington wurde nach einer schwulenfeindlichen Bemerkung gefeuert - und schlägt nun zurück.

Atlanta - In der Fernsehsendung "Larry King Live" sagte Washington gestern Abend, erst durch die Unpünktlichkeit seines Kollegen Patrick Dempsey, alias Dr. Derek Shepherd, sei es beim Dreh zum Eklat gekommen. Dies berichtet auch die Online-Ausgabe der US-Zeitschrift "People". Als Washington gesagt habe, er müsse nicht auch noch auf Hauptdarstellerin Ellen Pompeo (Meredith Grey) warten, sondern könne auch so spielen, sei Dempsey ausgerastet und habe ihn verbal attackiert.

Isaiah Washington alias Dr. Burke: "Nicht homophob"
Zur Großansicht
AP

Isaiah Washington alias Dr. Burke: "Nicht homophob"

"Ich fragte ihn, warum er mich anschreit", erzählte Washington dem Moderator Larry King. Doch Dempsey habe nicht von ihm abgelassen. Daraufhin sei auch er wütend geworden und habe "eine Menge Dinge gesagt, auf die ich nicht stolz bin", so Washington.

Tatsächlich habe er Dempsey aufgefordert, ihn nicht "wie eine Schwuchtel zu behandeln". Dieser Ausdruck sei aber keine schwulenfeindliche Beleidigung gewesen, sondern er habe damit gemeint, "dass jemand schwach ist". In Wirklichkeit habe er auch nie mit seinem homosexuellen Schauspieler-Kollegen T.R. Knight, der George O'Malley spielt, gesprochen, den er laut Zeitungsberichten beleidigt haben soll.

"Ich bin nicht homophob, überhaupt nicht", erklärte Washington. Dass Knight behaupte, die Beleidigung sei auf ihn bezogen gewesen, sei eine Unverschämtheit. Knight habe dies getan, um seine eigene Karriere voranzutreiben und mehr Geld zu verdienen. "Er war sehr enttäuscht, den Charakter spielen zu müssen, den er gespielt hat. Das hat er mir erzählt", sagte Washington.

Allerdings sei es ihm unangenehm, seine Worte dann auch noch hinter der Bühne bei den Golden Globe Awards wiederholt zu haben. "Ich wünschte, ich könnte das zurücknehmen."

Nach den Vorfällen hatte Isaiah Washington sich einer einwöchigen Therapie unterzogen. Sein Vertrag wurde trotzdem nicht verlängert, wie Anfang Juni bekannt wurde. Washington begründete das im Gespräch mit Larry King damit, dass die Produzentin der Serie vom Sender instruiert worden sei, ihn zu feuern.

tno

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Panorama
alles aus der Rubrik Leute

© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP