Miami - John Wood hatte sein Bein 2004 bei einem Flugzeugabsturz eingebüßt. Nach der Amputation im Krankenhaus hatte er das Gliedmaß mit nach Hause genommen. Er wollte es aufbewahren, um eines Tages nach seinem Tod mitsamt seinem Bein beerdigt zu werden. Wood legte das Bein erst in die Tiefkühltruhe, anschließend ließ er es auf der Veranda lufttrocknen. Danach verstaute er es in seinem Räuchergrill, wo es bis zu seinem Ableben bleiben sollte.
Pech für den Amputierten: Den Räuchergrill stellte er mit anderen Habseligkeiten in einem Lager unter. Weil er mit den Mietzahlungen in Rückstand geriet, wurde der Hausrat zwangsversteigert.
Den Räucherschrank erstand Shannon Whisnant - der den Inhalt erst nach dem Kauf entdeckte: "Ich dachte zunächst, das sei vielleicht ein Teil von irgendjemandes Exfrau", sagte Whisnant. Inzwischen macht er mit dem gruseligen Fund Geld: Für drei Dollar dürfen Interessierte einen Blick in den Grill werfen - obwohl das Bein inzwischen bei einem Bestattungsunternehmer zwischengelagert ist. An Wood will er es nicht zurückgeben.
Der Amputierte Wood ist empört: "Das ist einfach verachtenswert, er will nur Geld damit machen", sagte er. "Der macht eine Freak-Show aus der ganzen Angelegenheit." Den Kompromissvorschlag des Käufers, gemeinsames Sorgerecht für das Bein zu beantragen, lehnte Wood bislang ab. "Der hofft damit doch nur auf einen Auftritt im Frühstücksfernsehen", mutmaßte Wood.
ler/AFP
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