Hamburg - Es ist ja nicht so, als hätte sich Boris Becker zuletzt durch seine familiären Qualitäten besonders hervorgetan. Der Öffentlichkeit ist vor allem ein Seitensprung in einer Londoner Abstellkammer in Erinnerung geblieben, mit welchem der Tennisheld a. D. seine schwangere Frau hinterging - und gleich den nächsten Becker-Nachfahren zeugte. Von "Samenraub" war damals zu lesen, und es blieb beim sportinteressierten Publikum vor allem die Gewissheit zurück, dass man es so genau eigentlich gar nicht hatte wissen wollen.
Doch damit ist es nun vorbei: Sieben Jahre nach der Geburt seiner Tochter Anna - seine Söhne Noah und Elias sind schon 13 und acht Jahre alt - verpasst sich der Vorhandkönig Becker ein neues Image. In seinem in der "Bild"-Zeitung in Auszügen vorabgedruckten Buch "Was Kinder stark macht" gibt Boris nunmehr den Übervater, der sich "so glücklich fühlt wie selten", wenn er mit seinen Sprösslingen zusammensitzt, und sich wünscht: "Ich möchte gerne körperlich fit bleiben und sehen, wie meine Tochter und meine Söhne groß werden."
Die heutige Episode "Was ich meinen Kindern verdanke" kulminiert in der ebenso zuckrigen wie sprachlich holprigen Aussage Beckers: "Ich wünsche mir noch mehr Kinder und ich würde auch gerne noch einmal heiraten. Ein großer Becker-Clan, warum nicht? Was gibt es Schöneres, wenn an einem Tisch viele Kinder sitzen."
jdl
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