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19.11.2007
 

Fotojagd

Nicole Kidman und die Paparazzi-Paranoia

Ihr Bericht erinnert an die dramatischen letzten Stunden von Prinzessin Diana: Als Hollywood-Schauspielerin Nicole Kidman von rasenden Fotografen verfolgt wurde, geriet sie in Panik. Doch die Filmschönheit hatte Glück: Sie überlebte die Verfolgungsjagd.

Sydney - In einem grauen Rock, weißer Bluse und blassrosa Strickjacke erschien die 40-Jährige Kidman heute vor dem Obersten Gericht in New South Wales - und wurde wie gewohnt bereits von einem ganzen Pulk Fotografen und Reportern erwartet. Drei Sheriffs eskortierten die Prominente in den Gerichtssaal und brachten ihr einen Extra-Stuhl.

Der Vorfall, über den Kidman vor Gericht aussagen sollte, ereignete sich am 23. Januar 2005. "Wirklich, wirklich verängstigt", sei sie gewesen, als sie von Fotografen im Auto verfolgt wurde, erklärte die Schauspielerin. Sie habe große Angst vor einem Unfall gehabt, nachdem ihr Fahrer John Manning sie darauf hingewiesen hatte, dass die Fotografen "wie die Verrückten" fuhren.

"Er sagte, dass sie rote Ampeln und den Mittelstreifen überfahren hätten", erklärte Kidman dem Richter. Sie habe sich fast die ganze Fahrt über verängstigt in den Sitz gepresst und die Hände über dem Kopf verschränkt gehalten, so die Schauspielerin. Als sie endlich das Haus ihrer Eltern erreicht habe, sei sie "in Tränen aufgelöst und gestresst" gewesen, sagte die geborenen Australierin.

Die Zudringlichkeit des Fotografen war Kidman zufolge kein Einzelfall: "Ich wurde viele Male von diesem Mann verfolgt oder von Leuten, die er für meine Verfolgung abgestellt hatte", erklärte Kidman. Heute sei sie deswegen zu verängstigt, um noch selbst Auto zu fahren und habe inzwischen einen 24-Stunden-Sicherheitsdienst engagiert.

Der Fotograf Jamie Fawcett hatte die Zeitung "The Sun-Herald" wegen Verleumdung angeklagt. Das Blatt hatte ihn auf Grund der Verfolgungsjagd in einem Artikel als Sydneys meistgehassten Fotografen bezeichnet. Ein Geschworenengericht hatte den Verlag wegen des Artikels bereits schuldig gesprochen. Das Gericht in Sydney soll nun über einen möglichen Schadensersatz für den Fotografen entscheiden.

ala/AP/Reuters

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