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15.01.2008
 

Bizarre Gerichtsflucht

Britney Spears darf Söhne weiterhin nicht sehen

Schräger Auftritt einer zweifachen Mutter: Kurz vor Beginn einer Sorgerechtsverhandlung in Los Angeles sprang Britney Spears aus ihrem Auto, brüllte Paparazzi an - und verschwand. Die Richter reagierten prompt. Die Pop-Diva darf ihre Söhne bis auf weiteres nicht sehen.

Los Angeles - Mit rund vierstündiger Verspätung war die 26-jährige Sängerin in ihrem schwarzen Cadillac vor dem Bezirksgericht in Los Angeles eingetroffen. Dann schaffte sie es nicht bis in den Gerichtssaal. "Ich habe Angst. Ich will ins Auto zurück", soll Spears Augenzeugenberichten zufolge vor ihrer überstürzten Flucht gesagt haben. Verfolgt von einem Schwarm Fotografen und einem örtlichen Fernsehsender sei sie dann zu einer Kirche gefahren, in der sie kurz verschwand, und habe dann ein Restaurant am Stadtrand von Los Angeles besucht, hieß es.

Während die Sängerin den Gerichtstermin auf so spektakuläre Art platzen ließ, wohnte ihr Ex-Ehemann Kevin Federline der Sitzung bei. Bei der gestrigen Anhörung kamen fünf Zeugen zu Wort, darunter ein Polizist, eine Sozialarbeiterin und ein Leibwächter.

Ein Richter in Los Angeles verlängerte daraufhin die Anfang Januar erlassene Regelung, wonach Federline vorläufig das alleinige Sorgerecht behält. Der nächste Gerichtstermin wurde für den 19. Februar festgesetzt.

Federlines Anwalt gab später eine kurze Erklärung ab. Sein Mandant würde die Entscheidung des Richters nicht als "Sieg" werten. Dies sei vielmehr eine besorgniserregende Situation. "Er (Federline) hofft, dass er die Kinder irgendwann in der Zukunft mit Mitwirkung ihrer Mutter großziehen kann", sagte Anwalt Mark Vincent Kaplan.

Spears war Anfang Januar nach einem Polizeieinsatz vor ihrer Villa in die Psychiatrie eingeliefert worden. Sie hatte sich geweigert, ihre beiden Söhne zum vereinbarten Zeitpunkt an den Vater zurückzugeben. Ein Richter hatte Spears daraufhin das Besuchsrecht für ihre beiden ein und zwei Jahre alten Söhne Jayden James und Sean Preston entzogen.

ala/dpa/AFP

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