Kingston - Die Witwe des berühmtesten Rastafaris der Welt, Rita Marley, begleitete das britische Paar gestern durch das ehemalige Wohnhaus des verstorbenen Musikers. Auch Marleys Söhne Robert und Rohan waren dabei, als die illustren Gäste das seit 1986 als Museum eingerichtete Gebäude inspizierten.
Charles - im grauen Anzug und mit blauer Krawatte - warf einen Blick auf die von Marley favorisierte Gibson-Gitarre, Camilla schaute sich Tourfotos und weitere Devotionalien an.
Marley war im Alter von 36 Jahren an Krebs gestorben und wird noch heute von vielen kultisch verehrt. Mit Hits wie "No Woman, No Cry", "Jamming" oder "Buffalo Soldier" hatte er einst phänomenale Erfolge gefeiert - nun outeten sich auch Prinz Charles und die Herzogin von Cornwall als Fans. Zusammen mit einer Gruppe von Nyahbingi-Trommlern griff das Paar zu den Bongos. Mit mäßigem Erfolg: Bei dem vergeblichen Versuch, im Takt mit den Profis zu bleiben, brachen Charles und Camilla in lautes Gelächter aus.
Die frühere Kolonie Jamaika ist einer von mehreren Karibikstaaten, die das Paar auf einer Rundreise besucht. Ziel der Reise ist es offiziellen Angaben zufolge, britische Regierungsziele in Sachen nachhaltiger Entwicklung, Umweltschutz und Bildungschancen für Jugendliche zu fördern.
Für die Reise zwischen den Inseln hat Charles eine 75 Meter lange Luxusyacht gebucht, die mit Fitnessraum und Sauna ausgestattet ist und Platz für 24 Mann Besatzung bietet. Dies sei billiger und vor allem auch umweltfreundlicher, als jedes Mal ein Flugzeug zu mieten, hieß es.
Für heute und morgen sind ein Treffen mit Premierminister Bruce Golding sowie ein Besuch von Montego Bay geplant. Am Freitag werden Charles und Camilla dann nach Großbritannien zurückkehren.
ala/AP
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