Ehre wem Ehre gebührt: Nicht selten benennen Wissenschaftler neu entdeckte Arten im Tier- und Pflanzenreich nach alten Bekannten und Prominenten. Und manchmal ergeben sich dabei recht komische Konstellationen. Dabei folgt die Taxonomie - die Klassifikation und Benennung des Lebens - natürlich strengen Regeln.
Die werden von der International Commission on Zoological Nomenclature definiert und stellen sicher, dass sich aus dem Namen erschließt, welcher Tier- oder Pflanzengruppe ein neu benanntes Wesen zuzuordnen ist. Doch selbst das lässt der Phantasie der Entdecker mächtig viel Spielraum - und nicht alle von ihnen wollen sich selbst verewigen, sondern widmen ihre Entdeckung einer prominenten Person.
Frisch gebackener Namenspatron einer Spinne wurde so in der vergangenen Woche der kanadische Sänger Neil Young, ohne dafür mehr tun zu müssen, als markant zu singen: Entdecker Jason Bond bezeichnet sich selbst als Fan des Sängers und Friedens-Aktivisten. Dass "Myrmekiaphila neilyoungi" ausgerechnet in Alabama entdeckt wurde, gibt der Sache besondere Würze: "Alabama" heißt auch eines der bekanntesten Lieder von Young, mit dem er bei Veröffentlichung des Songs ganz mächtig aneckte. Es geht darin um die Rassentrennung und ihre Nachwirkungen in den Südstaaten der USA - und provozierte unter anderem eine nicht minder populäre Replik der Südstaatenband Lynyrd Skynyrd ("Sweet Home Alabama").
Allein steht Young mit der Ehre, einer Art den Namen geliehen zu haben, aber ganz und gar nicht. Hier einige Beispiele für Prominente, deren Namen in Verzeichnissen der Taxonomen ewig weiterleben werden. Denn nichts ist unvergänglicher als Latein:
pat
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