London - Geht es um den Umweltschutz, gibt sich Paul McCartney kämpferisch. Erst vor wenigen Tagen verriet er ein einfaches Rezept: "Wenn irgendjemand versucht, den Planeten zu retten, ist alles, was er oder sie tun muss, aufzuhören, Fleisch zu essen", sagte er - und ließ sich vor den Karren der Tierschutzorganisation Peta spannen.
Die globale Fleischindustrie und das dafür benötigte Land und Wasser trügen am stärksten zur Klimaerwärmung bei, so der seit mehr als 20 Jahren vegetarisch lebende Musiker. Umweltschützer, die zugleich Fleisch äßen, könne es nicht geben.
Der Verzicht auf Fisch und Fleisch sei sogar wichtiger als der Einsatz energiesparender Elektrogeräte und Autos, verkündete McCartney - was ihm nun zum Verhängnis wird. Denn: Um das Klima zu schützen hat sich McCartney ein Hybrid-Auto zugelegt. Bereits 2005 ließ er seine US-Tour vom Autohersteller Lexus sponsern - nun schenkte die Toyota-Tochter dem 65-Jährigen eine neue Hybrid-Luxuslimousine im Wert von 100.000 Euro.
Britische Umweltschützer werfen McCartney vor, dass er sich den Schlitten hat einfliegen, statt ihn mit dem Schiff befördern zu lassen. Das hätte zwar deutlich länger gedauert, wäre jedoch umweltfreundlicher gewesen.
Durch den Flug habe er den gesamten Klimavorteil, den das Hybrid-Fahrzeug jemals schaffen werde, ins Gegenteil verkehrt, erklärte die britische Organisation "CO2 Balance".
han/AP
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