Köln - Die Bundespolizei hat daher gegen Medlock ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung eingeleitet. Entsprechende Berichte bestätigte am Freitag ein Sprecher der Bundespolizeidirektion in Sankt Augustin. Anlass ist demnach ein Strafantrag, den eine Mitarbeiterin des Deutschen Schutz- und Wachdienstes (DSW) gegen Medlock gestellt hat.
Nach Informationen der Illustrierten "Bunte" und der "Bild"-Zeitung soll der 29-Jährige die Frau bei der Kontrolle seines Handgepäcks auf dem Flughafen Köln/Bonn heftig beschimpft haben. Auslöser war demnach die Aufforderung der Sicherheitsmitarbeiterin an Medlock, Behältnisse mit Flüssigkeiten aus dem Gepäck zu entsorgen. Laut "Bild"-Zeitung pöbelte Medlock: "Die soll die Fresse runterschrauben, die ..."
Das Blatt zitierte den Sprecher des Sicherheitsunternehmens: "Die Beleidigung gegen unsere Mitarbeiterin ist gefallen. Wir haben Anzeige erstattet." Unter den wartenden Mitreisenden, die den Vorfall beobachten konnten, war der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Bosbach.
Er sagte der "Bild"-Zeitung: "Das Verhalten von Herrn Medlock gegenüber der Sicherheitskraft, die nur ihre Pflicht getan hat, war für mich unbegreiflich. Die Sicherheitsregeln gelten für alle - auch für sogenannte Superstars."
"Nach meinen Informationen steht Herr Bosbach als Zeuge zur Verfügung", bestätigte der Sprecher der Bundespolizeidirektion.
Medlocks Manager Volker Neumüller bestritt derweil eine Entgleisung des Sängers. "Mark wurde von der Mitarbeiterin provoziert", sagte Neumüller der "Bild"-Zeitung. "Die ihm vorgeworfene Äußerung hat er nicht gemacht." Medlock hat seit seinem Gewinn der Castingshow DSDS im vergangenen Jahr mehrfach die Charts gestürmt. Erst kürzlich brachte er sein drittes Album "Cloud Dancer" heraus.
jdl/AP/AFP
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