Düsseldorf - Das simultane Telefonieren und Currywurstessen am Steuer in seiner TV-Sendung bleibt für den Komiker Hape Kerkeling ohne Folgen.
Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf, die nach der Anzeige eines Zuschauers Ermittlungen wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung aufgenommen hatte, bestätigte auf Anfrage die Einstellung des Verfahrens.
In seiner Fernsehrolle als Taxifahrer Günther Warnke hatte Kerkeling am Steuer des Autos einmal eine Currywurst gegessen und einmal mit dem Handy telefoniert - ein TV-Zuschauer hatte daraufhin Anzeige erstattet.
Die Staatsanwalt äußerte sich zunächst dahingehend, dass es sich nach erster Einschätzung um eine Ordnungswidrigkeit handele, die normalerweise mit Bußgeld und Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister zu ahnden wäre. Dies gelte jedenfalls zweifellos für das Telefonieren am Steuer - "bei der Currywurst kann man drüber streiten", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter.
Die Ordnungswidrigkeit sei aber schon verjährt, da die Dreharbeiten für Kerkelings RTL-Show "Hallo Taxi" länger als sechs Monate zurücklägen. Und richtig: Nun ist die Akte in dem Fall geschlossen, ohne dass die Staatsanwaltschaft Kontakt zum Künstler suchen musste. "Es konnte keine Straftat festgestellt werden", sagte Behördensprecher Johannes Mocken.
Dass die Strafanzeige nicht gegen Kerkeling selbst, sondern gegen den von ihm gespielten Taxifahrer Günther Warnke gestellt worden war, habe zuvor "ein internes Hin und Her" verursacht, sagte ein Behördensprecher. Hintergrund ist, dass bei vielen Staatsanwaltschaften eingehende Fälle nach den Anfangsbuchstaben der Nachnamen verteilt werden.
jdl/AFP
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