Kuala Lumpur - Das malaysische Kulturministerium hat am Dienstag ein Konzert der kanadischen Popsängerin Avril Lavigne in Kuala Lumpur abgesagt. Die für den 29. August geplante Show passe nicht zur malaysischen Kultur und könne die Feiern zum Unabhängigkeitstag zwei Tage später überschatten, erklärte ein Ministeriumssprecher.
Am Montag hatte die Jugendorganisation einer islamischen Oppositionspartei gefordert, das Konzert abzusagen, da Lavignes Bühnenshow "zu sexy" sei. "Wir wollen nicht, dass unsere Menschen, unsere Teenager, von ihrem Auftritt beeinflusst werden. Wir wollen saubere Künstler", sagte ein Oppositionspolitiker.
Der Konzertveranstalter Galaxy Group hatte bereits für die Veranstaltung geworben, obwohl sie noch nicht genehmigt war. Am Montag erklärte er, etwa die Hälfte der Tickets sei verkauft.
Lavigne, die 2002 gleich mit ihrem Debütalbum "Let's Go" Erfolge feierte, wollte ihre Asien-Tour in der malaysischen Hauptstadt starten. Künstler in Malaysia dürfen bei Auftritten keine Kleidung mit obszönen Inhalten oder Drogenbezug tragen, außerdem muss ihre Haut von der Brust bis zu den Knien bedeckt sein. Auch dürfen sie auf der Bühne nicht hüpfen, schreien, andere Menschen umarmen oder küssen.
Popsängerin Gwen Stefani erbrachte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr ein "großes Opfer", indem sie bei einem Auftritt in Malaysia wenig nackte Haut zeigte. Christina Aguilera machte um Malaysia bei ihrer Asien-Tour gleich einen Bogen, während Kollegin Beyoncé ein dort geplantes Konzert nach Indonesien verlegte.
han/AP
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