Magdeburg - Ihre Offenheit überschreitet manchmal die Schmerzgrenze: Jetzt rechnet TV-Moderatorin und Bestsellerautorin Charlotte Roche mit Prominenten im Allgemeinen und dem Getue um sie im Speziellen ab. "Es geht dann immer nur um die neue CD und man sitzt ewig in Hotels rum und wartet. Das ist auf Dauer wahnsinnig langweilig", sagte die 30-Jährige der "Magdeburger Volksstimme". Irgendwann habe man einfach "die Schnauze voll davon, immer Stars zu interviewen".
Kein Star sei so groß, dass man sich darüber freue, ihn noch einmal zu treffen - egal ob "Kylie Minogue und David Bowie oder Mick Jagger", sagte die 30-Jährige vor dem Start ihrer fünfteiligen TV-Dokumentarreihe "Charlotte Roche unter...", in der sie als Praktikantin bei einem Bestatter, einem Jäger, Müllmännern, Altenpflegern und Lastwagenfahrern jobbt.
"Das war was Bodenständigeres und tatsächlich sehr befriedigend", sagte Roche. Am Ende des Tages mit den Müllmännern etwa sei sie sehr müde, aber auch sehr glücklich gewesen. "Ich dachte mir: Toll, jetzt hab ich ganz Duisburg den Müll weggebracht."
Die Doku-Reihe startet am 1. Oktober beim Sender 3sat. Roches freizügig-provokanter Bestseller "Feuchtgebiete" sollte am Samstagabend in Halle als Bühnenstück uraufgeführt werden. Sie sagte, dass sie schon an einem neuen Buch schreibe. Es werde aber nicht "Feuchtgebiete 2" sein.
jjc/dpa
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