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11.10.2008
 

Trauer um Knut-Ziehvater

Hunderte Berliner besuchen Dörfleins Grab

Die Beisetzung von Thomas Dörflein fand im engsten Familienkreis statt - doch einen Tag nach der Trauerfeier pilgern Hunderte Berliner zum Grab von Knuts Ziehvater. Der Pfleger des Eisbärenbabys war kürzlich an einem Herzinfarkt verstorben.

Berlin - Am Samstag nahmen über den Tag mehrere Hundert Menschen am Urnengrab Anteil am Schicksal Dörfleins und persönlich Abschied. Zahlreiche Menschen knieten nieder, legten Blumen, Gestecke, Gedichte und Fotos nieder, auf denen Dörflein mit seinem Schützling Knut zu sehen ist. Ein Kind brachte eine Engelsgestalt zum Grab. Auf Briefen stand "Mach's gut, Thomas" und "Lieber Gott, warum?".

Ein Junge kniet am Grab von Knut-Ziehvater Dörflein: Einen Tag nach der Beerdigung nahmen die Berliner Abschied
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DPA

Ein Junge kniet am Grab von Knut-Ziehvater Dörflein: Einen Tag nach der Beerdigung nahmen die Berliner Abschied

Der im Alter von 44 Jahren am 22. September an den Folgen eines Herzinfarkts gestorbene Tierpfleger war am Freitag im engsten Familienkreis beigesetzt worden. 40 Menschen, darunter seine Mutter und seine zwei Kinder, seine Lebenspartnerin, deren Sohn und engste Freunde hatten ihm das letzte Geleit gegeben.

Die Familie hatte über den Zeitpunkt der Beerdigung Stillschweigen bewahrt. Ursprünglich war eine Beisetzung für kommenden Montag geplant. An dem Tag wäre Dörflein 45 Jahre alte geworden. Der Tierpfleger des Zoologischen Gartens in Berlin war durch die Handaufzucht des von seiner Mutter Tosca verstoßenen Eisbärenbabys Knut berühmt geworden.

Die öffentliche Trauer um den Tierpfleger hielt auch im Zoologischen Garten am Haupteingang und am Gehege des mittlerweile fast zweijährigen Eisbären Knut an. Auch am Samstag legten wieder Menschen zum Gedenken Blumen nieder und bedankten sich auf verschiedene Weise, meist mit Fotos und Gedichten, bei Dörflein für dessen Arbeit.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) würdigte Dörflein bei der Beisetzung als Tierpfleger aus Passion, der "die Herzen der Menschen" in Berlin und weit über die Stadt hinaus erobert habe.

ase/dpa

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