Berlin - Mehr als 500 Gäste waren zur Ausstellungseröffnung über Loriots Lebenswerk im Berliner Film- und Fernsehmuseum am Mittwochabend in Berlin gekommen. Sie wollten Vicco von Bülow wahrhaftig erleben und der zeigte sich in bester Loriot-Manier.
"Ich bin versehentlich nicht zum Präsidenten der USA gewählt worden", sagte der Komödiant und erntete lautes Lachen. "Eigentlich bin ich Opa Hoppenstedt. Das Alter trifft zu. Das Befinden trifft zu. Das Aussehen trifft zu."
In seiner Rede gab er sich dann aber doch sehr vital. "Seit 85 Jahren ist es mir nicht gelungen, einer Arbeit nachzugehen, die man als Beruf bezeichnen könnte", witzelte er und erklärte den Unterschied zwischen einem Künstler und einem Karikaturisten wie ihm: "Der bildende Künstler schneidet sich gelegentlich ein Ohr ab, der Karikaturist nicht."
Von Bülow dankte dem Museum, dass es nun sein Leben in der Ausstellung "Loriot. Die Hommage" ordne. Von Bülow hat am 12. November Geburtstag.
In der Ausstellung sind zum Beispiel alle Sketche und Cartoons sowie Requisiten und Drehbücher mit Loriots Anmerkungen und Skizzen, aber auch Interviews mit mit ihm zu sehen, die insgesamt 73 Stunden dauern.
Außerdem hat das Museum die Studioeinrichtung von zwei der bekanntesten Loriot-Sketche rekonstruiert: Die Zimmerverwüstung und der Lottogewinner. Die Ausstellung zeigt Klassiker wie "Das Frühstücksei", "Pappa ante Portas" oder "Die Nudel" ebenso wie selten gezeigte Spielfilme mit Loriot aus den fünfziger-Jahren.
jjc/AP
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