London - Schon lange wunderte sich die 50-jährige Jean Shaw über ihre hohe Wasserrechnung. Aber erst als vor etwa zehn Monaten eine Großfamilie nebenan einzog und die Kosten plötzlich explodierten, ging ihr ein Licht auf.
Ihre Wasserrechnung sei zwar immer schon hoch gewesen, sagte die alleinerziehende Mutter aus dem nordenglischen Bradford der Zeitung "Yorkshire Post". Aber plötzlich habe sie 185 Pfund (230 Euro) im Quartal mehr bezahlt als zuvor.
Sie sparte noch drastischer - ohne Ergebnis. Schließlich machte sich der Wasserversorger auf die Suche nach einem möglichen Leck. "Es hat mich psychisch belastet, immer den Wasserverbrauch niedrig zu halten", sagte Shaw. Sie und ihre beiden Kinder hätten immer in demselben, nur zehn Zentimeter tiefen Wasser gebadet. Die Waschmaschine stellte die Mutter nur einmal pro Woche an.
Obwohl der Fall nun aufgeklärt ist, bleibt er für die Mutter wohl ein bitteres Minusgeschäft. Denn der Wasserversorger zeigte sich wenig kulant. Er habe ihr lediglich 150 Pfund Wiedergutmachung für die jahrelangen Doppelzahlungen angeboten. Shaw geht allerdings davon aus, dass sie insgesamt wohl 10.000 Pfund zuviel bezahlte.
mhe/dpa
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