Washington - Obamas Ehefrau Michelle begleitete die siebenjährige Sasha und ihre drei Jahre ältere Schwester Malia am ersten Tag in ihre neue Schule in Washington, wie die Sprecherin der nächsten First Lady erklärte. Sasha und Malia besuchen die Sidwell Friends School, die von Quäkern betrieben wird. Wie US-Medien berichten, war auch Barack Obama beim ersten Schultag der beiden Mädchen dabei.
Die Familie sei sogar überpünktlich eine halbe Stunde vor Schulbeginn mit der Wagenkolonne und Bodyguards im Gefolge eingetroffen, berichteten Reporter der "Washington Post" in der Online-Ausgabe. Sasha nimmt am Unterricht der zweiten Klasse auf dem Gelände im Vorort Bethesda teil, während Malia die fünfte Klasse der weiterführenden Schule in Washington besucht. Auch die Tochter von Ex-Präsident Bill Clinton und seiner Frau Hillary, Chelsea, besuchte die Schule.
Umgerechnet 20.000 Euro kostet der Unterricht pro Kind und Jahr.
Der künftige Präsident kündigte unterdessen einen Nachbarschaftsball im Rahmen der Feiern zu seiner Amtseinführung an. Obama erklärte in einer Stellungnahme, er wolle nicht, dass sich die Bürger in Washington und anderswo ausgeschlossen fühlten.
Der Ball solle allen Nachbarn in Washington und im ganzen Land offenstehen. Das Fest findet im Washingtoner Kongresszentrum statt. Die Eintrittskarten sollen kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr vergeben werden. Ein Teil wird für die Bewohner von Washington reserviert.
Der 47-Jährige zog mit seiner Ehefrau und seinen beiden Töchtern zunächst ins Hotel Hay-Adams, das in unmittelbarer Nähe des Weißen Hauses liegt. Leicht ist der Familie der Umzug von Chicago nach Washington allerdings nicht gefallen. "Ich muss sagen, dass ich ein bisschen wehmütig war, als ich heute das Haus verlassen habe", sagte Obama laut "New York Times" vor dem Abflug in die Hauptstadt.
"Malias Freundin brachte ein Album vorbei, das die beiden zusammen zeigt. Sie waren Freunde seit der Vorschule, und ich blätterte durch die Seiten", erzählte Obama. "Das Haus war leer und es war ein wenig schwierig."
Anschließend benutzte Obama zum ersten Mal seit seiner Wahl im November für den Flug von Chicago nach Washington eine Maschine der Air Force, die für hohe Regierungsmitglieder zur Verfügung steht.
Zur Ankunft in Washington gab es keine Zeremonie und keine Ansprachen. Nach Medienberichten säumten rund um das Hotel aber viele Menschen die Straßen.
han/AP/dpa
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