Hamburg - Wie muss es erst den Teilnehmern des vierten RTL-Dschungelcamps gehen, wenn sich bereits der Zuschauer vor dem Bildschirm bei der Zusammenfassung eines Tages in derartiger Ödnis suhlt? Und weil im australischen Busch die Dramaturgie verlorengegangen scheint, hat der Sender nun schlüpfrige Spielchen ausgeheckt.
So wurden Christina "Mausi" Lugner und Günther Kaufmann gemeinsam auf Schatzsuche geschickt. Der Schlüssel, um die Schatzkiste aus schweren Ketten zu befreien, steckte in einer Seife. Prompt zwängten sich der kräftige Schauspieler und die nach einer Schönheitsoperation wohl proportionierte Österreicherin in eine winzige Badewanne - und seiften um die Wette.
Vermutlich von den einfallsreichen RTL-Dramaturgen animiert küsste Kaufmann fortwährend "Mausis" Schritt, leckte ihr die eingeschäumte Haut und rief freudig: "Ich kriege Gefühle!" Zudem wischte sich der 61-Jährige die von der Seife brennenden Augen am knappen Bikinioberteil der mit in der Wanne Sitzenden.
Höhepunkt des peinlichen Geplansches: "Ich spür' was. Du auch, Mausi?" - "Ja!" - "Hol' ihn raus, 'Mausi'!" Wobei es sich - der Dramaturgie besten Dank! - sowohl um das Eine als auch um den Schlüssel zur Schatzkiste handeln konnte.
Es blieb nicht bei dieser einen Nackt-Szene. Norbert Schramm, stinkend und von Getier überhäuft aus seiner ersten Dschungelprüfung zurückgekehrt, ließ sich wie ein hilfloses Kleinkind von Gundis Zámbó und 'Mausi' Lugner im Fluss waschen. Splitternackt.
"Es war wie eine Reinwaschung, etwas ganz Intimes, etwas Befreiendes, ganz schön", sinnierte Zámbó danach. Und: "Der nackte Norbert war eine sinnliche Erfahrung."
Immerhin gab Peter "Frauenflüsterer" Bond seine Abschiedsvorstellung (die Zuschauer wählten ihn als zweiten Kandidaten aus dem Dschungel): In knallroten Superman-Kniestrümpfen tröstete er die weinende Gundis Zámbó und philosophierte in die Mikrofone: "Tja, das Zwischenmenschliche ist schon schwierig und wichtig."
Dabei streichelte er Zámbós "samtweiche Haut", die sich für ihn anfühlte als habe sie "in Stutenmilch gebadet" (Moderatorin Sonja Zietlow mutmaßte daraufhin: Ob so der Titel eines seiner Filme lautet?).
Vor Bond war Michael Meziani aus dem Camp geflogen. Ihn hatte selbst das Nacktduschen nicht retten können. Seinen Abgang kommentierte Lästermaul Giulia Siegel damit, dass das Abschiedsgetue der anderen "nur geheuchelt" gewesen sei.
jjc
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