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23.01.2009
 

Lagerkoller

Giulia Siegel desertiert aus dem Dschungelcamp

Sie ist weg - freiwillig: Camp-Zicke Giulia Siegel hat überraschend das Dschungelcamp verlassen. Sie klagte über Rückenschmerzen und rief in der 14. Folge der RTL-Show den Satz "Ich bin ein Star, holt mich hier raus". Dabei hatten sich die Zuschauer doch gerade an die täglichen Heulkrämpfe gewöhnt.

Hamburg - Am Ende muss es wohl der Regen über dem australischen Dschungel gewesen sein, der Giulia Siegel den Rest gab. Mehrfach hatte die 34-Jährige energisch darauf hingewiesen, dass sie sich vor Wasser fürchte. Für das Teilzeitmodel ist der Aufenthalt im Fernseh-Dschungelcamp jedenfalls erst einmal beendet: In der 14. Folge der RTL-Show "Ich bin ein Star - holt mich hier raus" entschied sich Siegel, ihre Teilnahme an der Show vorzeitig abzubrechen und das Camp zu verlassen.

In der Folge, die der Sender am Donnerstagabend ausstrahlte, rief die Tochter des Schlager-Produzenten Ralph Siegel die Worte "Ich bin ein Star - holt mich hier raus". Mit diesem Satz können die Campbewohner die Show jederzeit abbrechen.

Die Szenen, die RTL zeigte, ließen einen inneren Kampf der Münchnerin erahnen: Stundenlang verschanzte sie sich im sogenannten Dschungeltelefon - eine Hütte, in der die Insassen Kontakt zur Außenwelt (sprich: zur RTL-Regie) aufnehmen. "Ich muss meinen Hut nehmen, mich bedanken und gehen", sagte Siegel mit schwacher Stimme in die Kamera.

Dann ging sie zum Lagerfeuer, an dem die Campbewohner gerade das Abendessen - einen Känguruschwanz - zubereiteten. Zunächst befahl sie den verbliebenen Camp-Insassen, sich um das Feuer zu versammeln ("Ich habe was zu sagen"). Als diese nicht sofort spurten, wurde Siegels Ton pampig: "Wenn euch das nicht interessiert, kann ich es auch lassen."

"Mit Schmerztabletten eine Brücke gebaut"

Als offizielles Motiv für den Abgang gab die Blondine "gesundheitliche Gründe" an, konkret: Rückenprobleme. "Ich habe mir mit Schmerztabletten eine Brücke gebaut", erklärte Siegel. Doch die Gesundheit gehe vor. "Ich halte es nicht mehr aus, die Medikation wirkt nicht mehr", sagte sie. "Deshalb habe ich mich entschlossen, 48 Stunden vor dem Ende der Show zu gehen."

Bereits nach der täglichen Dschungelaufgabe, der "Schatzsuche", hatte sich Siegel über die aus ihrer Sicht unzumutbare Anstrengung beklagt - sie habe "eine Viertelstunde lang mit gebückter Haltung" eine schwere Kiste durch den Wald schleppen müssen. Siegel war in einer der vorangegangenen Folgen von einer besonders rückenbelastenden Prüfung befreit worden.

Möglicherweise war es aber auch die Auswahl des Känguruschwanz-Menüs, weshalb Siegel freiwillig abbrach - denn "so was", entfuhr es ihr immer wieder in den vergangenen Folgen gereizt, könne sie auf keinen Fall essen. Zwar sei sie keine Vegetarierin - doch esse sie nur "Huhn, Fisch, manchmal etwas Rind".

Wegen eben jener Fleisch-oder-nicht-Fleisch-Frage hatte die Produzententochter sogar einen erbitterten Streit mit Schauspielerin Ingrid van Bergen, 77, vom Zaun gebrochen. Siegel beklagte sich, dass sie nicht ebenso wie die Vegetarierin van Bergen eine Banane als Extra-Snack bekomme.

Spätestens da hatte Siegel unter den Bewohnern den Ruf der "Camp-Zicke" weg, Folge um Folge isolierte sie sich mehr und mehr von der Gruppe. Zuletzt hatten die Zickereien und Lästereien der Siegel-Tochter ein beträchtliches Maß erreicht - inklusive täglicher Heulkrämpfe im Dschungeltelefon.

Vier Sterne für das Extra-Essen

Der Gruppen-Trip zur Dschungelübung "Mit Schwung in die Hölle" hatte Siegel schon alles andere als begeistert. Dabei mussten sich Nico Schwanz, Gundis Zámbó und Lorielle London mit Lianen auf einen überdimensionalen Stern schwingen, den Siegel und van Bergen auf einem See in Position brachten. Jeder Springer hatte drei Versuche, den inmitten von Wasserschlangen, Aalen und Blutegeln schwimmenden Stern zu treffen. Insgesamt holten sie vier Sterne - die Dschungelwährung für zusätzliche Essensrationen.

Nach dem Ausscheiden vom ehemaligen "Marienhof"-Darsteller Michael Meziani, dem früheren "Glücksrad"-Moderator Peter Bond, Ex-Eiskunstläufer Norbert Schramm, Society-Lady Christina "Mausi" Lugner und Schauspieler Günther Kaufmann kämpfen nun noch London, Zámbó, Schwanz und van Bergen um den Titel des Dschungelkönigs, der am kommenden Samstag gekürt wird.

Der Regen hatte für die aquaphobische Schöne übrigens dann doch noch etwas Gutes - er bescherte ihr einen eindrucksvollen Abschied aus dem Camp: "Der Himmel weint", rief Giulia Siegel nach Verkündung ihres freiwilligen Ausscheidens ihren Mitbewohnern zu und reckte dekorativ die Arme in die Höhe.

amz

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