London - Die Polizei schweigt, der Befragte dementiert: In einem Nachtclub im nordenglischen Leeds soll am 14. Januar eine 18-jährige Studentin vergewaltigt worden sein, schreibt die "Times". Der für Manchester City spielende Robinho sei im Zusammenhang mit dieser mutmaßlichen Straftat von der Polizei befragt worden.
Ein Sprecher von Robinho bestätigte lediglich, es habe ein "arrangiertes Treffen" mit der Polizei im Rahmen von Ermittlungen gegeben. Robinho weise die Vorwürfe entschieden zurück und arbeite mit der Polizei zusammen, hieß es weiter.
Die Polizei gab die Identität des zu dem mutmaßlichen Verbrechen Befragten bislang nicht preis. Ein Sprecher der West Yorkshire Polizei erklärte, der Mann sei auf Kaution freigelassen worden und müsse für weitere Befragungen zur Verfügung stehen.
Laut "Daily Mail" besucht das mutmaßliche Opfer eine Universität in Yorkshire. Die junge Frau sei medizinisch untersucht und in einer Einrichtung für Vergewaltigungsopfer zu der Tat befragt worden, hieß es. Ihre Aussage sei auf Video aufgezeichnet worden. In einem Club in Leeds habe die Polizei Spuren gesichert und Beweismaterial gesucht, so die "Daily Mail" weiter. Von den Aufnahmen einer Überwachungskamera erhoffe man sich Aufschluss über die mutmaßliche Vergewaltigung.
Dem Blatt zufolge fasst das Tanzlokal bis zu 800 Gäste und gilt als Treffpunkt für wohlhabende Fußballer, die in der Regel in einer speziellen VIP-Zone feiern. Andere Zeitungen nannten bereits den Namen des Etablissement - es soll sich um den Space Club handeln.
Robinho gilt als der teuerste Spieler Großbritanniens. Im vergangenen Sommer war er für die britische Rekordtransfersumme von 32,5 Millionen Pfund (rund 40 Millionen Euro) von Real Madrid zu Manchester City gewechselt. Derzeit verdient Robinho geschätzte 160.000 Pfund (rund 172.000 Euro) in der Woche.
Der Mann mit dem bürgerlichen Namen Robson de Souza ist verheiratet und hat einen Sohn. Wenige Tage nach dem mutmaßlichen Vorfall hatte Robinho das Trainingslager seiner Mannschaft auf Teneriffa verlassen und war ohne Erlaubnis nach Brasilien geflogen, wo er offenbar seinen 25. Geburtstag gefeiert hatte. Offiziell berief er sich auf "familiäre Gründe", zog sich jedoch den Zorn seines Vereins zu. Jetzt droht ihm eine Strafe, die sich britischen Medien zufolge auf bis zu 200.000 Pfund (210.000 Euro) belaufen könnte.
ala/AP
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