Hamburg - Vermögend, erfolgreich und wohnhaft in den Vereinigten Staaten von Amerika - da hat man leicht reden. Jackie Chan, 55, sorgte laut "Guardian" mit seinen unüberlegt erscheinenden Bemerkungen über das Leben im kommunistischen China für große Aufregung.
Der in Hongkong geborene Schauspieler äußerte sich am Samstag auf der südchinesischen Insel Hainan vor Wirtschaftsführern und Politikern abfällig über einen liberalen Lebenswandel westlicher Ausprägung: "Ich bin mir nicht sicher, ob es gut ist, frei zu sein."
"Ich bin richtig verwirrt", sagte Chan dem Bericht zufolge, "gewährt man zu viel Freiheit, wie jetzt in Hongkong, wird es sehr chaotisch. (…) Ich fühle nach und nach, dass wir Chinesen kontrolliert werden müssen. Werden wir es nicht, tun wir, was wir wollen."
"Er hat die Chinesen beleidigt", empörte sich wenig später ein Politiker aus Hongkong laut "Guardian", "Chinesen sind keine Haustiere." Und ein anderer fügte hinzu: "Er selbst genießt Freiheit und Demokratie und hat die wirtschaftlichen Früchte des Kapitalismus ernten können, aber er muss die wahre Bedeutung von Freiheit und Demokratie wohl noch begreifen."
Der Zeitung zufolge ist Chan in den vergangenen Jahren zunehmend auf die Linie der chinesischen Machthaber eingeschwenkt. Er trat sowohl bei der Eröffnungs- als auch bei der Abschlusszeremonie der Olympischen Spiele auf.
jdl
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