Phoenix - Exodus Tyson, Tochter des Ex-Boxweltmeisters Mike Tyson, ist am Dienstag um 11.45 Uhr an den Folgen des "tragischen Unfalls" gestorben, sagte ein Polizeisprecher in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona. Voraussichtlich werde es eine Obduktion geben.
"Es gibt keine Worte für den tragischen Verlust unserer geliebten Exodus", erklärte die Familie in einer Stellungnahme. Sie bat darum, dass in dieser schwierigen Zeit ihre Privatsphäre respektiert werde.
Nachbarn beschrieben Exodus laut "Times" als ein freundliches und lebendiges Kind, das regelmäßig vor dem Haus der Familie spielte. Es sei eine Freude gewesen, das Mädchen um sich zu haben, sagte ein 20-jähriger Mann, der ebenfalls in der ruhigen Wohngegend lebt.
Exodus hatte seit Montag auf der Intensivstation eines Krankenhauses von Arizona gelegen. Die Vierjährige war in der Wohnung der Mutter mit ihrem Kopf in die Schlinge eines Laufbands geraten, die von der Konsole des Geräts hing, und konnte sich daraus nicht mehr befreien.
Der sieben Jahre alte Bruder fand das Mädchen und rief die Mutter, die sich in einem anderen Zimmer befand. Sie versuchte, das Kind zu reanimieren und alarmierte die Rettungskräfte. Die Vierjährige wurde wiederbelebt und dann in ein Krankenhaus gebracht, befand sich aber in einem "extrem kritischen Zustand".
Mike Tyson, der nicht in dem Haushalt lebt, war sofort nach dem Unfall von Las Vegas nach Phoenix geeilt. Der 42-jährige Ex-Schwergewichtsweltmeister hat sechs Kinder mit verschiedenen Frauen.
Strangulierungen häufige Todesursache
Wie sich das Kind die lebensgefährlichen Verletzungen an dem Laufband zuzog, ist noch nicht geklärt. "Sie ist entweder ausgerutscht oder hat ihren Kopf in die Schlinge gesteckt, die sich wie ein Galgenstrick zuzog", sagte Polizeisprecher Andy Hill.
In den USA sterben einem Experten zufolge jedes Jahr rund tausend Kinder unter 14 Jahren an Strangulierung. 88 Prozent seien jünger als vier Jahre, sagte Larry Stone dem Fernsehsender CNN. Stone ist Gründer der Organisation Safety Matters, die Häuser auf ihre Sicherheit für Kinder kontrolliert. Verletzungen an Laufbändern seien sehr häufig, sagte Stone weiter. Er habe in diesem Zusammenhang aber noch nie von einer Strangulierung gehört.
siu/Reuters
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