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26.06.2009
 

Michael Jackson

Eine tragische Karriere

Bewegte Laufbahn, bewegtes Privatleben: Michael Jackson wurde zum "King of Pop" und verkaufte schätzungsweise mehr als 750 Millionen Platten. Doch es gab auch zahlreiche Skandale um den US-Musiker.

Hamburg - Den Titel "The King of Pop" verlieh sich Michael Jackson selbst. Dazu hatte er einst guten Grund. Mit "Thriller" brachte er 1982 das erfolgreichste Album aller Zeiten heraus, es wurde weltweit über hundert Millionen Mal verkauft. Sein Tanzstil, die Songs, Videos und Bühnenspektakel stellten die Pop-Welt in den achtziger Jahren auf den Kopf und brachten die Fans - vor allem die weiblichen - zum Rasen.

Doch die Krone des Königs setzte schon früh Rost an. Nach Missbrauchsvorwürfen und finanziellen Schwierigkeiten folgte dem Höhenflug ein jäher Absturz. Es war ein kläglicher Anblick, als der einstige Superstar im vergangenen Jahr in Begleitung seiner drei Kinder mit Gesichtsschutz, in Pantoffeln und Schlafanzughose in einem Rollstuhl in Las Vegas abgelichtet wurde. Immer wieder gab es Gerüchte über seinen fragilen Gesundheitszustand.

Als siebtes von neun Kindern 1958 im Schwarzen-Ghetto von Gary (US-Bundesstaat Indiana) geboren, war Jackson ein Kinderidol, noch bevor er in die Pubertät kam. Doch "Little Michael" im Afro-Look klagte später in TV-Interviews über seine "verlorene Kindheit". Unter Tränen sagte er einmal: "Ich wollte immer nur ein ganz normaler kleiner Junge sein. Aber das Schicksal hat es anders gewollt." Sein Vater, so Jackson, habe ihm "nie gesagt, dass er mich liebt".

Jacksons Superhits wie "Thriller", "Off the Wall", "Billie Jean", "Beat It", "Bad", "Dangerous", "HIStory" stürmten über Jahre hinweg die Charts. Aber das Image bekam Risse: abgesagte Konzerte, Zusammenbrüche auf der Bühne, bizarre Auftritte. Statt Musik produzierte "Whacko Jacko" (verrückter Jacko) zunehmend Schlagzeilen mit seiner Erscheinung. Spott und gutgemeinten Rat von Schönheitschirurgen brachte ihm seine "Bröckelnase" ein. Unbestätigten Schätzungen zufolge soll er sich 50 Eingriffen dieser Art unterzogen haben - darunter Hautaufhellungen, neun Gesichtskorrekturen und mehr als 20 Nasenoperationen. Jackson hatte große Angst vor ansteckenden Krankheiten und trug zum Schutz vor Viren und Bakterien häufig eine Maske vor dem Gesicht.

Über die zwei Ehen, erst mit Lisa Marie Presley, dann mit der Krankenschwester Debbie Rowe, der Mutter seiner beiden älteren Kinder, wurde viel spekuliert. Als "Jacko" in Berlin seinen damals neun Monate alten Sohn Prince Michael II über die Balkonbrüstung hielt und in der Luft baumeln ließ, zweifelten viele an seinem Verstand. Gleichzeitig wuchsen die Schulden - vor allem wegen des riesigen Anwesens Neverland in Kalifornien, das Jackson nach dem Nimmerland seiner geliebten Märchenfigur Peter Pan benannt und zu einen Tummelplatz für Kinder gemacht hatte.

Möglicherweise passierte dort mehr. 1993 behauptete ein 13-jähriger Junge, im Jackson-Schlafzimmer Opfer sexueller Annäherungen geworden zu sein. Der Star bestritt das konsequent, einigte sich aber schließlich mit der Familie des Jungen auf eine Abfindung in Millionenhöhe. Ähnliche Beschuldigungen eines Teenagers führten 2005 zu einem "Jahrhundertprozess", der mit einem Freispruch endete.

Für den Juli hatte der Sänger eine mit Spannung erwartete Comeback-Tournee geplant. Als hätte er bereits eine dunkle Vorahnung, sagte er bei der Ankündigung im März in London: "Das werden meine letzten Shows sein. Das wird es sein. Wenn ich sage, das ist es, dann meine ich wirklich, das ist es."

wit/Barbara Munker, dpa

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insgesamt 47 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
26.06.2009 von Roque Spiegel: ...

Na, dann ist das jetzt auch geklärt. mehr...

26.06.2009 von -murof-: ...

Wieso? Er hat doch Recht... mehr...

26.06.2009 von primatologe: !

Ach was, aus ihm einen Weißen zu machen, das haben sich seine PR-Agenten ausgedacht. Damit noch mehr Kinder seine Platten kaufen können. mehr...

26.06.2009 von hhhhhhhhhhhh: .

Ähm ... Was genau hat er erreicht, was "in 100 Jahren niemand schaffen könnte"? Soweit ich weiß, haben Elvis Presely und die Beatles noch mehr Platten verkauft. Zudem hat er sich "nur" ca. 15 Jahre im [...] mehr...

26.06.2009 von Grosskopfata: Kein Grund zur Trauer, denn ...

... seit "Men in Black" wissen wir, was der offizielle Tod des "Aliens mit der schlampigen Tarnung" bedeutet: Es ist heimgereist. Lasst es ziehen. *schnüff* mehr...

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