Los Angeles - In einer privaten Trauerfeier nahmen Freunde und Angehörige am Dienstag Abschied von Farrah Fawcett. Die Zeremonie fand in einer Kirche im Zentrum von Los Angeles statt, Presse und Öffentlichkeit waren nicht zugelassen. Die Schauspielerin war am Donnerstag im Alter von 62 Jahren ihrem Krebsleiden erlegen, nur wenige Stunden vor dem Tod von Popstar Michael Jackson.
Fawcetts langjähriger Lebensgefährte Ryan O'Neal und der gemeinsame Sohn des Paares, Redmond O'Neal, trugen den Sarg der Schauspielerin. Der 24-jährige Redmond, der zurzeit eine Haftstrafe wegen Drogenvergehen absitzt, erhielt für die Beisetzung seiner Mutter eine Ausgangserlaubnis. Er durfte für drei Stunden das Gefängnis in Straßenkleidung verlassen.
Zu der Trauerfeier kamen auch ihre Kollegin aus "Drei Engel für Charlie", Kate Jackson, und Fawcetts Freundin Alana Stewart.
Bekannt geworden war Fawcett als "Charlies Engel" Jill Munroe in der weltweit erfolgreichen TV-Krimiserie. Mit ihrer blonden Löwenmähne und dem strahlenden Lächeln wurde sie zum Idol der späten siebziger und frühen achtziger Jahren. Ein Poster, das die gebürtige Texanerin in einem roten Badeanzug zeigte, verkaufte sich in den USA acht Millionen Mal.
Doch sie hatte auch andere Facetten: Fawcetts Darstellung in dem Vergewaltigungsdrama "Extremities" (1986) gilt als ein filmisches Monument weiblicher Selbstbehauptung.
2006 war die Schauspielerin an Darmkrebs erkrankt und machte eine aufreibende Chemotherapie durch. "Ich habe nie daran gedacht, den Kampf aufzugeben - niemals", sagte Fawcett einmal.
Ihren Kampf gegen eine seltene Krebsart dokumentierte sie in dem im vergangenen Monat im US-Fernsehen gesendeten Film "Farrah's Story". Ryan O'Neal hatte seiner Lebensgefährtin erst wenige Tage vor ihrem Tod einen Heiratsantrag gemacht.
siu/AP/AFP
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