Los Angeles - War es eine versehentliche Überdosis Medikamente oder ist der "King of Pop" gar einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen? In einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNN hat der Polizeichef von Los Angeles, William Bratton, über die Ermittlungen zum Tod Jacksons gesprochen - und auch eine Ermordung des Sängers in Betracht gezogen.
"Wir warten noch immer auf die Ergebnisse der Autopsie", sagte Bratton CNN. Danach würde in Absprache mit den Gerichtsmedizinern entschieden, ob es sich um einen Kriminalfall handelt. Derzeit liefen "sehr weitreichende Untersuchungen". Die Ermittler hätten Jacksons Medikamenteneinnahme und die zahlreichen Ärzte des Sängers ins Visier genommen.
"Erst wenn die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchungen vorliegen, können wir entscheiden, womit wir es zu tun haben: Mit Mord oder einer versehentlichen Überdosis", sagte der Polizeichef.
Überprüfung sämtlicher Krankenakten
Dem Interview zufolge haben die Ermittler zahlreiche Ärzte Jacksons befragt. Laut CNN wurden die Mediziner vorgeladen, sofern sie nicht von sich aus mit der Polizei kooperierten.
"Dank eines Durchsuchungsbefehls konnten wir unmittelbar nach dem Tod zahlreiche Gegenstände aus dem Hause Jacksons sicherstellen, die uns jetzt bei den Ermittlungen sehr helfen", erklärte Bratton.
CNN zufolge kann es noch zwei Wochen dauern, bis die toxikologischen Untersuchungen der offiziellen Obduktion bekannt werden. Auch eine unabhängige Autopsie, die von Jacksons Familie in Auftrag gegeben wurde, brachte noch kein Resultat. Der Sänger war am 25. Juni mit 50 Jahren überraschend an Herzversagen gestorben.
Nach Informationen der "Los Angeles Times" hat die Gerichtsmedizin in Los Angeles sämtliche Krankenakten des Sängers von seinen Ärzten angefordert. Demnach sollen alle verfügbaren Dokumente geprüft werden - unter anderem Röntgenaufnahmen und psychiatrische Aufzeichnungen.
Trauerfeier in Gary
Der Anwalt von Jacksons Hautarzt Arnold Klein sagte, sein Mandant habe die angeforderten Unterlagen bereits übergeben. Es handle sich um eine Standard-Anfrage. Laut "Los Angeles Times" wollen die Ermittler vor allem klären, wie Jackson ohne Rezept an die verschreibungspflichtigen Medikamente kam. Eine zentrale Frage ist, welcher seiner Ärzte dem Sänger das starke Beruhigungsmittel Diprivan verschaffte, das als Betäubungsmittel bei Operationen benutzt wird.
Bislang ist auf Jacksons Totenschein keine Todesursache verzeichnet.
In Michael Jacksons Heimatort Gary im US-Staat Indiana ist an diesem Freitag eine Gedenkfeier geplant. Daran werde auch Jacksons Vater Joe teilnehmen, kündigte Bürgermeister Rudy Clay am Donnerstag an. Außerdem würden die Bürgerrechtler Al Sharpton und Jesse Jackson erwartet.
Die Veranstaltung findet in einem Baseball-Stadion in der Nähe des Hauses statt, in dem Michael Jackson seine Kindheit verbrachte.
Nach der Veröffentlichung des ersten Albums der Jackson Five 1969 zog die Familie nach Kalifornien. Seit Michael Jacksons Tod am 25. Juni pilgerten zahlreiche seiner Fans nach Gary, das 50 Kilometer südöstlich von Chicago liegt.
han/AP/dpa/AFP
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Sicher seine musikalische Leistung wird in 100 Jahren die von W A Mozart verdraengen. mehr...
Nennen Sie mir einen. Ich kenne keinen mehr...
Die Musik von Elvis kann man hoeren. Das Gezappel von MJ nicht. Habe noch nie eine Musik von ihm gehoert. Sie geht unbeachtet unter in der Kakophonie des selbsernannten Kings of Pop. Wahrscheinlich muss man Drogen nehmen, um [...] mehr...
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