Los Angeles - Wer Sean Connery immer nur in synchronisierten Filmen gesehen hat, sollte ihn sich schleunigst im Original genehmigen - das Sexappeal des schottischen Schauspielers ist nämlich maßgeblich auf seine sonore Stimme zurückzuführen.
In einem Fall hat es Connery, glühender schottischer Patriot, mit seiner Liebe zur nationalen Spracheinfärbung allerdings übertrieben: Als er in dem großartigen Mafia-Thriller "The Untouchables" 1987 einen irischen Polizisten spielte, tat er dies mit schottischem Akzent - was ungefähr so ist, als hätte sich Rudi Carrell als Winnetou versucht.
Bis heute taucht Connery wegen dieser Merkwürdigkeit regelmäßig bei Abstimmungen über "Schlechte Akzente in Filmen" in den oberen Rängen auf. Wie der Internetdienst "Wenn" berichtet, landete Connery bei der aktuellen Abstimmung einer US-Site sogar auf Platz eins.
Dicht gefolgt von seinem "Untouchables"-Co-Star Kevin Costner. Der versuchte sich 1991 an der Darstellung eines ur-englischen Helden, Robin Hood - und sprach dabei so, als spiele die Handlung nicht im Sherwood Forrest, sondern in der amerikanischen Prärie.
Auf Platz drei wurde Tom Cruise gewählt, der 1992 in dem teuren Film-Flop "Far and Away" einen irischen Stallburschen spielte - und sich am typischen "Brogue" fatal verhob.
Immerhin darf wenigstens Connery sich trösten, denn der erhielt für die Nebenrolle in "The Untouchables" den einzigen "Oscar" seiner Karriere - Akzent hin oder her.
pad
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