Los Angeles - Eigentlich wollte die 79-jährige Katherine Jackson, die sich gern als "Matriarchin" des Musik-Clans bezeichnen lässt, ein Mitspracherecht bei der Verwaltung des Vermögens ihres Sohnes bekommen. Stattdessen wird die Mutter von Michael Jackson künftig eine monatliche Zahlung von 86.804 Dollar (59.160 Euro) für sich und ihre drei Enkel bekommen. Für die Kinder sind zusammen 60.000 Dollar vorgesehen, für Katherine Jackson 26.804 Dollar. Dies geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die am Donnerstag freigegeben wurden.
Michael Jackson war am 25. Juni im Alter von 50 Jahren gestorben, wenige Wochen vor mehreren geplanten Comeback-Konzerten in London. Am 3. September wurde Jackson auf dem Forest-Lawn-Friedhof beigesetzt.
Laut Autopsiebericht wurde der Tod durch das Narkosemittel Propofol in Verbindung mit weiteren Beruhigungsmitteln ausgelöst. Sein Leibarzt Conrad Murray hatte dem King of Pop vor dessen Tod Propofol verabreicht. Derzeit wird geprüft, ob der Arzt wegen eines Tötungsdelikts angeklagt wird.
Wie Jackson in seinem Testament gewünscht hatte, sprach ein Gericht seiner Mutter Katherine Anfang August das Sorgerecht für Prince Michael, zwölf, Paris, elf, und Prince Michael II., genannt "Blanket", sieben, zu. Jacksons Ex-Frau Debbie Rowe, die Mutter der beiden älteren Kinder, hatte sich vorab mit Katherine Jackson darauf geeinigt, dass sie lediglich ein Besuchsrecht verlangt. Die Leihmutter von "Blanket" wurde nie öffentlich bekannt.
Die Verwaltung des millionenschweren Vermögens überließ das Gericht zwei Vertrauten des Sängers - so wie dieser es in seinem letzten Willen gewünscht hatte. Mindestens bis Anfang Oktober sollen Rechtsanwalt John Branca und Musikmanager John McClain als Treuhänder Entscheidungen treffen können. Katherine Jacksons Anwälte hatten auf ein Mitspracherecht gepocht.
siu/AP
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